Sprung aus neun Metern Höhe ist Adrenalin pur

Stefan Greiber - Edewecht, 22. Juli 2016

Beim Landeswettkampf der Johanniter-Unfall-Hilfe räumten sie in beiden Jugendkategorien die Titel ab und belegten bei den 13- bis 16-jährigen Nachwuchsrettern auch noch die Plätze zwei, drei und vier – die Jugendarbeit im Ortsverband Edewecht der Johanniter-Unfall-Hilfe gilt als vorbildlich. Jetzt belohnten sich die Jugendlichen und ihre Betreuer selbst. Für 14 Tage reisten 35 Jugendliche und fünf Jugendgruppenleitern unter Leitung von Ortsjugendleiter Frank und Heimke Komrowski zur 3. Edewechter Sommerfreizeit ins spanische Empuriabrava an der Costa Brava.

Auf dem Vier-Sterne-Campingplatz starteten die Edewechter  bei All-Inclusive-Verlegung täglich mit einem reichhaltigen Brunchbuffet in den Tag. Und die Stärkung war notwendig, denn nach den ersten drei Tagen Erholung am Strand begann das Freizeitangebot, das das Team rund um Frank Komrowski geplant und organisiert hat. Ziel einer Kanutour auf einem zunächst glasklaren Fluss in den Pyrenäen waren atemberaubende Wasserfälle. Hier probierten die Edewechter Jugendlichen aus, auf dem Po über Naturrutschen bis zu sechs Meter bergab zu gleiten. Der wortwörtliche Höhepunkt war ein Klippensprung aus fast neun Metern Höhe. „Das war einfach Adrenalin pur und wird unvergesslich sein, so ein Sprung  in der freien Natur“, sagte der 13-jährige Luca Harms direkt nach dem Sprung.  

Am 6. Tag  warteten zwei leistungsstarke Boote mit Schleppleinen auf dem Mittelmeer auf die Teilnehmer. Ausgestattet mit Schwimm- und Prallschutzwesten konnten sich die Jugendlichen bei Fahrten auf Funtube-Reifen oder einer Wasserbanane amüsieren, haben dabei sicherlich auch zusammen ungewollt einige Liter Salzwasser geschluckt. Nach mehreren Startversuchen standen einige Jugendliche sogar auf Wasserskier und glitten über die Wellen. Die abendlichen Freizeitaktivitäten reichten von romantischen Gitarrenklängen am Strand, wo Kea Schrör mit den anderen Teilnehmern aktuelle Songs und Klassiker zum Besten gab, bis zu Spieleabenden, bei denen „Wer bin ich“ oder verschiedene Kartenspiele gespielt wurden.

Am neunten Tag fuhren die Edewechter Johanniter-Jugendlichen mit Mountainbikes durch das idyllische Naturschutzgebiet Aiguamolls de I Émpordá  in Richtung Roses. In den kleinen Gassen der Altstadt wechselten so einige Flip Flops, Armbänder  oder T-Shirts den Besitzer bevor es über Feldwege wieder zum Campingplatz zurückging. Einen Tag vor der Abreise Richtung Heimat gab es noch einen weiteren Höhepunkt der Reise: der Tagesausflug nach Barcelona.  Nach einer geführten City-Tour mit dem Bus erkundete die Gruppe die Gassen, die La Rambla und die Markthallen des Mercat de la Boqueria von Barcelona. „So eine Auswahl habe ich in meinem Leben noch nicht gesehen“, sagte die neun-jährige Katharina, als sie die über zwei Meter hohen Obstwände sah. Romantisch endete der Tag bei den beleuchteten Wasserspielen vor dem Palau Nacional am Rande Barcelonas.