Parlamentarische Staatssekretärin Fischbach gratuliert Gesundheitsregion EUREGIO zum fünfjährigen Bestehen

Gesundheitsregion EUREGIO/Foto: Franz Frieling - Nordhorn, 17. Juni 2016

Die Parlamentarische Staatssekretärin Ingrid Fischbach gratuliert Gesundheitsregion EUREGIO zum fünfjährigen Bestehen. Foto: Franz Friedling. Mit freundlicher Genehmigung der Gesundheitsregion EUREGIO.

Anlässlich des fünfjährigen Bestehens der Gesundheitsregion EUREGIO hielt die parlamentarische Staatssekretärin aus dem Bundesministerium für Gesundheit (BMG) Ingrid Fischbach am Mittwoch einen Festvortrag im Nordhorner NINO HOCHBAU Kompetenzzentrum Wirtschaft. Darin informierte sie über die Pflegestärkungsgesetze der Bundesregierung. Der Ortsverband Lingen ist mit seinen Dienststellen in Lingen  und dem Standort für den qualifizierten Krankentransport  für die Grafschaft Bentheim an der Otto-Hahn-Straße 42 in Nordhorn Mitglied der Gesundheitsregion EUREGIO. Neben Jens Bädker, Dienststellenleiter für die Standorte im Emsland und der Grafschaft, nahm der Fachbereichsleiter Forschung und Entwicklung des Regionalverbands Weser-Ems der Johanniter-Unfall-Hilfe, Andreas Felscher, an der Veranstaltung teil.

„Verbesserungen in der Pflege sind dringend nötig, deshalb nehmen wir mit den beiden Pflegestärkungsgesetzen insgesamt rund 5 Milliarden Euro pro Jahr zusätzlich in die Hand, um die Pflegebedürftigen, ihre Angehörigen und unsere Pflegekräfte spürbar besser zu unterstützen. Die Leistungen der Pflegeversicherung steigen um 20 Prozent. Das hat es in einer sozialen Versicherung noch nie gegeben. Das ist eine gute Nachricht für Pflegebedürftige, ihre Angehörigen und unsere Pflegekräfte - und das haben sie verdient“, sagte Ingrid Fischbach in ihrer Festrede. Thomas Nerlinger, Geschäftsführer und Vorstandsmitglied betonte: „Unser Verein hat in den fünf Jahren mit über 40 ganz unterschiedlichen Visiten und Veranstaltungen viel erreicht.“ Das Erfolgsrezept sei einfach: „Ein vertrauliches Miteinander, interessiertes Zuhören und ein kompetenter Blick über den Tellerrand hinaus. Damit erlangen wir weit über unsere Region hinaus Beachtung und Anerkennung.“

Der Einladung zur Jubiläumsfeier waren mehr als 120 Mitglieder und Gäste gefolgt. „Unser Verein beschäftigt sich mit Themen, die die Menschen umtreiben. Das unterstreicht auch die gute Resonanz heute“, sagte Vorsitzender Dr. Arno Schumacher in seiner Begrüßung. „Wenn es um Verbesserungen für die Menschen in unserer Region geht, wollen wir vorne sein – mit Ideen, Modellen, Netzwerken.“ Johanniter-Dienststellenleiter Bädker betonte: „Als aktives Mitglied der EUREGIO und innovative Hilfsorganisation sind wir sehr an der Entwicklung von AAL-Projekten interessiert und bringen uns so in das Netzwerk ein.“ Die Johanniter-Unfall-Hilfe versteht sich dabei als Schnittstelle zwischen neu entwickelten Technik und dem Menschen. „Aufgabe der Johanniter ist, die potentiellen Nutzer dieser technischen Innovationen wie Senioren oder Pflegedienste möglichst von Anfang an mit in die Entwicklung einzubeziehen, um nicht an den tatsächlichen Bedarfen vorbei zu entwickeln“, erklärte Andreas Felscher.

Für Stegemann war bereits früh klar, welches Potenzial die Gesundheitsregion für das Emsland und die Grafschaft Bentheim habe. Als Berichterstatter für die Landwirtschaftliche Sozialversicherung in Deutschland habe die gute medizinische Versorgung in den ländlichen Räumen für ihn seit jeher einen hohen Stellenwert. Neben der Umsetzung der Dorfgemeinschaft 2.0 vor Ort sei es für Ihn daher wichtig, die Netzwerke deutschlandweit auszubauen. „Ziel ist es, die ländlichen Regionen in Deutschland insgesamt demografiefest zu gestalten. Hierzu kann die Gesundheitsregion EUREGIO einen wertvollen Beitrag leisten“, unterstrich Stegemann. Am 21. Juni 2011 legten die 36 Gründungsmitglieder der Gesundheitsregion EUREGIO am selben Ort den Grundstein für eine Erfolgsgeschichte. Fünf Jahre später zählt das grenzüberschreitende Gesundheitsnetzwerk rund 140 Mitglieder und wächst kontinuierlich. Für das Rahmenprogramm auf der Jubiläumsveranstaltung sorgte das Institut für Musik der Hochschule Osnabrück.