Kickern für die Karriere – Johanniter bei der job4u

Stefan Greiber - Oldenburg, 22. September 2015

Mehr als 1500 Besucher am Messestand der Johanniter - Ortsverband stellt Rettungsdienst vor

1:0 für die Johanniter. Dicht belagert war der Ehrenamtskicker der Johanniter-Unfall-Hilfe bei der Ausbildungs- und Berufsfindungsmesse job4u in den Oldenburger Weser-Ems-Hallen, dicht belagert war auch der Stand. Insgesamt hatten rund 10.000 zumeist junge Menschen die Messe besucht, alleine am Johanniter-Stand waren mehr als 1500 Besucher. Einige haben sich nur kurz an dem Berufsfindungsmonitor informiert, andere haben sich Informationsmaterial mitgenommen. „Wir haben aber auch mehr als 150 sehr intensive Gespräche geführt“, freut sich Christian Rowold, Personalleiter im Regionalverband Weser-Ems der Johanniter-Unfall-Hilfe, über die gute Resonanz. Vier der Interessenten waren so beeindruckt, dass sie gleich ihre vollständigen Bewerbungsunterlagen am Stand abgegeben haben. Viele weitere wollen sie in dieser Woche in der Regionalgeschäftsstelle nachreichen.
Das Interesse bezog sich auf alle Bereiche, in denen die Johanniter in Oldenburg und im ganzen Regionalverband jungen Menschen die Chance auf eine Karriere bieten. Neben den kaufmännischen Ausbildungen interessierten sich viele für ein Freiwilliges Soziales Jahr und für das neue Angebot eines Dualen Studiums. „Das Tolle war, dass viele Interessenten sehr klare Vorstellungen von ihrem Berufsweg und auch gute Kenntnisse über die Johanniter-Unfall-Hilfe hatten“, sagt Rowold. Viel zu tun hatte auch das Team der Notfallsanitäter um Rettungswachenleiter Niels-Holger Brunkau an ihrem Stand vor dem Halleneingang. Besonders männliche Jugendliche zeigten großes Interesse an den Berufen Rettungssanitäter und Notfallsanitäter und freuten sich, dass sie im Rettungswagen an einer Puppe erste Handgriffe ausprobieren konnten.

Einer der Höhepunkt war der Einsatz des Teams der Realistischen Unfalldarstellung (RUD) des Ortsverbandes Delmenhorst. Unter Leitung von Sabine Garbade schminkten sie Besuchern Wunden, Prellungen und Brandverletzungen auf die Haut. Bei einer Rettungsübung zeigten sie, was sie alles können. Verletztendarstellerin Saskia war aus der Fahrerkabine eines Lkw gefallen und hatte sich einen Arm und ein Bein gebrochen. Zwei zufällig vorbei kommende Messebesucher leisteten Erste Hilfe. „Das haben sie richtig gut gemacht“, betont Sabina Garbade. Anschließend kam der Johanniter-Rettungsdienst hinzu und übernahm die Versorgung. „Wir wollten damit das Interesse an der Ausbildung zum Notfallsanitäter wecken“, erklärt Sabine Garbade. Besonders toll war, dass sich die Spedition L.I.T. (Logistik – Information – Transport) spontan ihren Lkw auf dem Messetand für die Übung zur Verfügung gestellt hat.