Katastrophenschutzübung im Amalie-Sieveking-Krankenhaus

Hamburg, 09. Oktober 2009

Viermal in Jahr führt die Hamburger Behörde für Soziales, Familie, Gesundheit und Verbraucherschutz Krankenhausübungen durch. Ziel ist es, den Notfallplan des Krankenhauses zu testen und sich so auf einen eventuellen Ernstfall vorzubereiten. In vertrauensvoller Zusammenarbeit unterstützen die Hamburger Johanniter die Maßnahme der Behörde seit einigen Jahren mit der Organisation von Verletzten-, Angehörigen- und Pressedarstellern sowie mit der Realistischen Unfall Darstellung (RUD). Zum wiederholten Mal übernahm Helge Timm aus dem Johanniter-Ortsverband Quickborn die Koordination der diesmal rund 70 beteiligten Ehrenamtlichen von verschiedenen Hilfsorganisationen und dem 12-köpfigen Helfer-Team.

Bei der Übung am 9. Oktober 2008 stand das evangelische Krankenhaus Amalie Sieveking im Hamburger Stadtteil Volksdorf auf dem Prüfstand. Um 18:00 Uhr erreichte das Krankenhaus die Nachricht, dass sich folgendes Übungsszenario gerade ereignet habe: „Bei einer privaten Familienfeier im Volksdorfer Park kam es zu einer ungewollten Explosion von Feuerwerkskörpern und einer daraus resultierenden Massenpanik. 40 Patienten mit leichten bis schweren Verletzungen werden in Kürze eintreffen.“

Bereits um 16:30 Uhr trafen sich die Darsteller und Helfer bei der Freiwilligen Feuerwehr Volksdorf, um nach einer allgemeinen Einweisung, entsprechend dem Unfallszenario geschminkt zu werden. Verletzten-, Angehörigen- und Pressedarsteller wurden mit einer kurzen Vitae instruiert, wie sie sich vor Ort zu verhalten hätten; dabei hat jeder Darsteller einen eigenen Charakter.

Bei den fünf Schminkern von JUH und DLRG war dann für rund eineinhalb Stunden Akkordarbeit angesagt. Sie drapierten verschiedene Schürf- und Brandwunden mit Theaterblut und schminkten diverse Traumata. Ziel der RUD ist es, die Verletzungen so aussehen zu lassen, dass das Personal der Notaufnahme die Verletztendarsteller richtig diagnostizieren und behandeln kann.

20 Minuten nach Alarmierung des Krankenhauses trafen die ersten Verletzten ein. Auch Angehörige- und Pressedarsteller erreichten nacheinander ihr Ziel, so dass die Klinikmitarbeiter von allen Seiten beansprucht wurden. Um 21:00 Uhr wurde die Übung offiziell für beendet erklärt.

Michael Kerber, Katastrophenschutzreferent der Behörde, bedankte sich für die Unterstützung bei den Johannitern und den anderen beteiligten Organisationen. Auch Helge Timm freut sich über das Engagement der Ehrenamtlichen: „Ohne die vielen ehrenamtlichen Darsteller und die hervorragende Arbeit des RUD-Teams könnten solche Übungen nicht durchgeführt werden. Toll, dass Ehrenamtliche aller Hilfsorganisationen so gut zusammenarbeiten. Die meisten kennen sich schon von früheren Übungen, und freuen sich schon auf die Nächste.“

Pressestelle: Aleksandra Doneva

Johanniter-Unfall-Hilfe e.V.
Regionalverband Harburg
Am Saal 2
21217 Seevetal