13 Harburger unterstützen EU-Katastrophenschutzübung

Harburg/Tinglev, 30. Januar 2018

5 Tage, 194 Teilnehmer aus zwölf Staaten, mehr als 100 Verletztendarsteller, Trainer und Beobachter – das sind die Zahlen zur europäischen Katastrophenschutzübung (EU-ModEX) in Tinglev, Süd-Dänemark und dem Norden Schleswig-Holsteins in Rendsburg. Auch 13 Helfer aus dem Regionalverband Harburg beteiligten sich am vergangenen Wochenende an der europäischen Übung, bei der eine Erdbebenkatastrophe simuliert wurde.

Neun fungierten als Darsteller – sie spielten zu evakuierende Bürger in einem Katastrophengebiet nach einem Erdbeben. Zwei Helfer stellten einen Krankentransportwagen zur Beförderung verletzter Darsteller. Außerdem waren Helge Fielitz (33) und Steffen Kahnenbley (29) mit zwei Mannschaftstransportwagen für die Erledigung von Shuttlediensten und besonderen Aufgaben eingeteilt.

Kommunikation ausschließlich auf Englisch

Da das multinationale Evakuierungsteam neben Mitgliedern aus Deutschland, Ungarn und Finnland auch aus Italien, Österreich und der Slowakai besetzt gewesen war, erfolgte die Kommunikation ausschließlich auf Englisch. "Da dies für alle eine Fremdsprache ist, konnten wir uns alle auf Augenhöhe unterhalten ", erzählt Steffen Kahnenbley.

Diese Internationalität machte für Kahnenbley auch den besonderen Reiz der Übung aus. "Die staatenübergreifende Hilfe kann nur in einem Kontext einer größeren Katastrophe, wie die nach einem Erdbeben, geübt werden. Auch die umfangreiche technische Hilfe und Infrastruktur im Einsatz zu sehen, war beeindruckend", sagt Kahnenbley.

Nach 40 Stunden Warten wieder zu Hause

Und den berührendsten Moment kann Mimendarsteller Thies Kahnenbley (33) klar definieren: "Das war als das Flugzeug am Ende der Übung auf dem heimatlichen Territorium gelandet ist und man nach 40-stündigem Warten auf die Evakuierung endlich wieder zu Hause angekommen ist", berichtet er.

Pressestelle: Sonja Schleutker-Franke

Johanniter-Unfall-Hilfe e.V.
Regionalverband Harburg
Am Saal 2
21217 Seevetal