Johanniter und Eckart v. Hirschhausen danken Ehrenamtlichen

NRW, 04. Dezember 2015

„Sie schenken uns ihre Zeit, ihre Kompetenz und ihr Engagement“

Die Johanniter und Dr. Eckart von Hirschhausen danken anlässlich des „Tags des Ehrenamtes“ den zehntausenden Engagierten, die sich Tag für Tag für ihre Mitmenschen einsetzen, mit einem Kurzfilm. Während seiner „Wunderheiler“-Show in Köln rief der Kabarettist und Moderator zwei Ehrenamtliche des Sanitätsdienstes auf die Bühne. Simone Fetten und Marc-Philipp Sorger waren zwar völlig überrascht, gewannen aber sofort alle Sympathien der tausend Zuschauer, als sie begeistert von ihrem Engagement erzählten. Donnernden Applaus gab es für ihre Einsätze als Sanitäter und in der Flüchtlingshilfe. „Sie schenken uns ihre Zeit, ihre Kompetenz und ihr Engagement. Danke dafür!“, sagte von Hirschhausen.

 

Magnus Memmeler, Mitglied des Landesvorstandes NRW: „Simone Fetten und Marc-Philipp Sorger stehen beispielhaft für zehntausend Ehrenamtliche der Johanniter in NRW, die in diesem Jahr besonders in der Flüchtlingshilfe Herausragendes geleistet haben. Dafür sind wir ihnen auch im Namen des Hilfebedürftigen unendlich dankbar.“

 

 

Hintegrundinformationen zum Ehrenamt

Was? 
Von den rund 10.000 Ehrenamtlichen bei den Johannitern in NRW engagieren sich die meisten im Rettungs- und Sanitätsdienst sowie im Katastrophenschutz, aber auch in der Erste-Hilfe-Ausbildung und im Blut- und Organfahrdienst. Daneben gibt es Rettungshundestaffeln (sie suchen Vermisste), Sanitäts-Fahrrad- und Quadstaffeln (für Sanitätsdienste in unwegsamem Gelände), Feldköche (für die Verpflegung von Einsatzkräften), Logistiker (für „Großschadensereignisse“), Techniker (Funk & Fahrzeuge), Zugführer und Organisatorische Leiter (Führungskräfte) oder Notfallbegleiter/-seelsorger (sie kümmern sich um Betroffene von traumatischen Erlebnissen) und Trauerbegleiter (etwa „Lacrima“ für Kinder und Jugendliche).  
Ein wachsender Teil der Ehrenamtlichen bei den Johannitern ist im sozialen Bereich tätig, etwa in den ambulanten Besuchsdiensten für Alleinstehende (als sozial-aktivierende Ergänzung zur ambulanten Pflege), in der Kinderbetreuung (etwa Vorlesepaten), bei den Aktiven Senioren (Aktivitäten im Alter), in der Palliativbetreuung (ambulante Sterbebegleitung) oder zurzeit auch besonders viele in der Flüchtlingsbetreuung (Betreuung, Kleiderkammer, Dolmetscher). 
 
Wer? 
Bei den Johannitern bringen sich Menschen aller Altersgruppen ein: „Ersthelfer von Morgen“ können schon Kinder in Kitas werden. Kinder und Jugendliche in der Johanniter-Jugend lernen in Gruppenstunden und als Schulsanitäter Erste Hilfe und Verantwortung zu übernehmen. Die meisten Ehrenamtlichen zwischen 18 und 65 Jahren leisten ihr vielfältiges Engagement neben Berufstätigkeit und Familienleben. Die älteste Ehrenamtliche in NRW ist über 90 Jahre alt und organisiert Seniorennachmittage. 

Warum?
Weil es Sinn stiftet und Freude macht – und eine unmittelbare, direkte Hilfe für Menschen in Not darstellt,  von der Wundversorgung nach Unfällen über die Betreuung von Evakuierten nach Bombenfunden bis hin zu zugewandten Gesprächen mit Kindern oder alten Menschen.  

Wert?
Unbezahlbar! 
Ohne Johanniter-Ehrenamtliche kein Sanitätsdienst, also auch kein Karneval, keine Bundesliga, kein Marathon, kein Dorffest. Ohne Johanniter-Ehrenamtliche kein Katastrophenschutz, der ausrückt, wenn auf einer Autobahn dutzende Fahrzeuge ineinander krachen; oder wenn nach Bauarbeiten mit einem Weltkriegsbombenfund wieder ein Stadtviertel evakuiert werden muss; oder wenn für hunderttausende Flüchtlinge Notunterkünfte eingerichtet, die Menschen versorgt und betreut werden müssen…

Wo und wie? 
Die Johanniter haben Standorte fast überall in Nordrhein-Westfalen. Informieren und mitmachen geht sehr einfach: Telefon 0800 88 222 80 (gebührenfrei)

Wir freuen uns auf Sie!