„Kleine Patienten – große Probleme?“ Versorgung von Kindernotfällen

Mannheim, 16. April 2018

Im Mannheimer Theresienkrankenhaus fand am Samstag, dem 14. April die 41. Notfallmedizinische Tagung der Johanniter in Baden-Württemberg statt. Die Fortbildungsveranstaltung widmete sich dem nicht ganz einfachen Thema „Kleine Patienten - große Probleme? Versorgung von Kindernotfällen“.

Knapp 200 teilnehmende Ärzte, Rettungsdienstmitarbeiter und Ausbilder verschiedener Hilfsorganisationen ließen sich von zahlreichen Referenten in fachlich fundierten und anschaulichen Vorträgen in das Themengebiet einführen. Gründe für die hohen Teilnehmerzahlen sind die hochkarätigen Referenten, die auch für diese Tagung gewonnen werden konnten und die ganz nah an der Praxis der Teilnehmer orientierten Themen. „Der rote Faden, der sich durch alle unsere Fortbildungsveranstaltungen zieht ist der hohe Stellenwert, den wir den medizinischen Basismaßnahmen zusprechen. Daher sind bei den Tagungen nicht nur Ärzte und Rettungsdienstmitarbeiter angesprochen, sondern auch Ausbilder und Sanitäter“, so Thorsten Lukaschewski, Landesarzt der Johanniter und Chefarzt der Klinik für Anästhesie und operative Intensivmedizin in Kirchheim/Teck.

Mit „Angebote rund ums Kind – Kurskonzepte der Johanniter“ eröffnete Krzysztof Sadlok die Notfallmedizinischen Tagung. Priv.-Doz. Dr. med Harald Genzwürker, Klinik für Anästhesiologie, Neckar-Odenwald-Kliniken stieg mit dem Thema „Drücken, Beatmen, und…? Reanimation im Kindesalter“ in den medizinischen Themenkomplex ein. Alexander Kolz, von der Klinik für Anästhesie, Ludwigshafen stellte die Frage „Alles dabei? Ausstattung für Kindernotfälle“ und gab einen Überblick über die notwendigen Instrumente und Materialen bei der Versorgung von Kindernotfällen. Die eher flapsig anmutende Feststellung „Rein damit!“ war Auftakt für den Vortrag von Dr. med Felix Schmitt, Klinik für Anästhesie, Universitätsklinikum Heidelberg, der sich mit allen Facetten und Besonderheiten von Gefäßzugängen und Volumentherapie bei Kindern befasste.

Am Nachmittag wurden mit den Vorträgen „Hinschauen statt Wegschauen! Gewalt an Kindern“, gehalten von Dr. med Barbara Stöttner vom Institut für Rechtsmedizin in Heidelberg und „Wenn die Sorge bleibt! Formen der Kindeswohlgefährdung und Umgang damit“ von Björn Könnecke, Diplom Psychologe im Kinderschutz-Zentrum der Arbeiterwohlfahrt Heidelberg, zwei komplexe und vielschichtige Themen aufgemacht, die die Teilnehmer sichtlich berührten und nachdenklich stimmten. Den Abschluss der Veranstaltung setzte der zukunftsweisende Vortrag „Erfolg im Team – Simulation für Kindernotfälle“ von Thomas Werner, SKILLQUBE Training, Wiesloch.

Zum Schluss zeigten sich sowohl die Organisatoren als auch die Teilnehmer mit der Veranstaltung sehr zufrieden. „Ich bin immer wieder beeindruckt, wie viele Menschen bereit sind, sich in Ihrer Freizeit fortzubilden und wie die großartigen Referenten unsere Notfallmedizinische Tagung zu dem machen was sie ist: eine feste Institution im Jahresplan der Teilnehmer“, bedankte sich Lukaschewski.

Ihr Ansprechpartner Sabine Zeller

Johanniter-Unfall-Hilfe e.V.
Landesverband Baden-Württemberg
Landesgeschäftsstelle
Eichwiesenring 9
70567 Stuttgart

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