§ 10 bis 11 - Das Präsidium & Bundesvorstand

§ 10 Das Präsidium

10.1
Das Präsidium setzt sich zusammen aus dem Präsidenten, dem Vizepräsidenten, der Vizepräsidentin und acht weiteren Mitgliedern, unter denen ein Arzt, ein Pfarrer sowie je ein Fachmann für Ausbildungsfragen und für wirtschaftliche Fragen sein sollen. Hinzu tritt der Ordenswerkmeister, der sich durch ein Mitglied der Ordensregierung vertreten lassen kann. Das so gebildete Präsidium kann bis zu zwei Mitglieder hinzu wählen. Angestellte der JUH, Mitglieder des Bundesvorstands und der Bundesleitung sowie der Landesvorstände können nicht zu Präsidiumsmitgliedern gewählt werden. Wird ein Delegierter in das Präsidium gewählt, erlischt sein Mandat und der gewählte Stellvertreter rückt nach. Die Amtsdauer des Präsidiums beträgt vier Jahre. Das Präsidium bleibt darüber hinaus bis zu einer Neuwahl im Amt. Wiederwahl ist zulässig.

10.2
Der Präsident und der Vizepräsident müssen Mitglieder des Johanniterordens sein.

10.3
Scheidet ein von der Delegiertenversammlung gewähltes Mitglied des Präsidiums während der Amtszeit aus, so bestellt das Präsidium einen Vertreter für die Zeit bis zur nächsten Delegiertenversammlung. Die Delegiertenversammlung wählt einen Nachfolger für die restliche Amtsdauer des Präsidiums.

10.4
Der Präsident wird vom Herrenmeister des Johanniterordens ernannt und abberufen. Stimmt der Herrenmeister dem Nominierungsvorschlag der Delegiertenversammlung nicht zu, so reicht die Delegiertenversammlung neue Nominierungsvorschläge ein. Der Präsident ist der höchste Repräsentant der JUH. Er vertritt sie im Kapitel des Johanniterordens. Der Präsident kann der  Delegiertenversammlung Vorschläge für die Wahl von Mitgliedern des Präsidiums vorlegen.

10.5
Das Präsidium trifft die Grundentscheidungen zur Verbandspolitik der JUH und beschließt Leitlinien für die Tätigkeit des Bundesvorstands sowie der Landesvorstände. Das Präsidium überwacht die Geschäftsführung. Es kann in die Bücher der JUH Einsicht nehmen und Prüfungsaufträge erteilen. Einzelheiten regelt die vom Präsidium beschlossene Geschäftsordnung.

 

§ 11 Bundesvorstand

11.1
Der Bundesvorstand besteht aus höchstens drei Mitgliedern, von denen die Mehrheit Mitglieder des Johanniterordens sein müssen. Von dem Erfordernis der Mehrheit kann mit Zustimmung des Herrenmeisters im Einzelfall abgesehen werden. Die Mitglieder des Bundesvorstands müssen einem
evangelischen Bekenntnis angehören.  Die Mitglieder des Bundesvorstands werden auf Vorschlag des Präsidiums vom Herrenmeister ernannt und abberufen.

11.2
Der Bundesvorstand führt die JUH unter eigener Verantwortung. Er vertritt die JUH gerichtlich und außergerichtlich. Er ist berechtigt, Vollmachten zu erteilen. Zur Vertretung der JUH sind jeweils zwei Mitglieder des Bundesvorstandes nur gemeinschaftlich befugt. Das Präsidium kann Einzelvollmacht erteilen. Der Bundesvorstand unterrichtet den Präsidenten und das Präsidium.

11.3
Der Bundesvorstand beruft eine Bundesleitung. Sie besteht mindestens aus einem Bundesarzt, einem Bundesausbildungsleiter und einem Bundespfarrer. Hinzu tritt der Vertreter der Johanniter-Jugend. Stellvertreter können auf Vorschlag des Amtsinhabers vom Bundesvorstand ernannt werden. Für die Abberufung gilt Entsprechendes wie für die Bestellung. Die Mitglieder der Bundesleitung und ihre Stellvertreter dürfen nicht Angestellte der JUH sein. Der Bundesvorstand beruft die Bundesleitung in regelmäßigen Abständen zu gemeinsamen Beratungen ein.

11.4
Einzelheiten regelt eine vom Präsidium beschlossene Geschäftsordnung.

 

§ 12 bis 17 - Weiteres