Ausbildung erweitert

Schwabach, 12. Februar 2018

Verschiedene Szenarien werden mit Hilfe von kleinen Männchen dargestellt und besprochen.
(Fotograf: Stefan Merz)

Was geht in einem Menschen vor, der Hals über Kopf das Haus verlassen musste, weil es in der Nachbarwohnung brennt? Welche Worte helfen einem Menschen, der verletzt auf der Trage liegt? Und nicht zuletzt, wie arbeiten die Notfallseelsorge und das Kriseninterventionsteam (KIT), wenn sie zur Unterstützung des Rettungsdienstes zum Einsatz kommen? Diese und ähnliche Fragen stehen zurzeit auf dem Übungsplan der Schnelleinsatzgruppe der Schwabacher Johanniter, wo sie in Theorie und Planspiel umgesetzt werden. Dass diese Themen nah am Einsatzgeschehen sind, hatte sich erst im Januar gezeigt: Alarmierung der Schnelleinsatzgruppe Betreuung, zum Brand in der Wallenrodstraße.

"Die Grundausbildung in psychosozialer Notfallversorgung (PSNV) gehört bei den Johannitern fest zum Standardprogramm, das alle Helferinnen und Helfer absolvieren, die in den Einsatzdiensten mitarbeiten.", erklärt Johanniterpfarrer Stefan Merz, der auch Beauftragter für Notfallseelsorge im Dekanat Schwabach ist. "Sie ersetzt nicht den Einsatz der Fachkräfte von KIT und Notfallseelsorge, befähigt aber unsere Einsatzkräfte schon die ersten Schritte zu gehen, bis das Fachpersonal eintrifft."

Rund 50 Aktive zählen die Schnelleinsatzgruppen der Johanniter in Schwabach. Im vergangenen Jahr wurden sie über 20 Mal alarmiert, um bei Bränden, Personensuchen und Unfällen im Stadtgebiet und den angrenzenden Gemeinden des Landkreises Roth den regulären Rettungsdienst zu unterstützen. Der Brand der Schwabacher Shisha-Bar im Sommer stellte dabei eine besondere Herausforderung dar: "Tagsüber unter der Woche ist für Ehrenamtliche nicht leicht, zum Einsatz zu kommen. Unsere Mitarbeiter gehen normalen Berufen nach.", erläutert Thomas Grüneis, Leiter des Bevölkerungsschutzes der Johanniter in Schwabach, zu dem die Schnelleinsatzgruppen gehören. "Wenn dann knapp zwanzig Aktive kommen, um für Menschen in einer Notlage da zu sein, dann ist das schon ein beachtliches Engagement." Ein Engagement, das sich auch in diesem Jahr fortsetzt: Alleine im Januar 2018 haben die Johanniter bei fünf Alarmen bereits über einhundert Stunden ehrenamtlich Hilfe geleistet.

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