Johanniter beteiligen sich an Übung in der Asklepios Klinik St. Georg

Hamburg, 27. April 2017

Rund 60 Mimen simulierten Massenanfall von Verletzten

Lukas Rieckmann von der Realistischen Unfalldarstellung schminkt eine Verletztendarstellerin. Foto: Johanniter

Der Alltag der Asklepios Klinik St. Georg verlief am 27. April 2017 etwas anders als gewohnt. Im Rahmen einer unangekündigten Krankenhausübung erreichten in den frühen Abendstunden zahlreiche Leicht- und Schwerverletzte das Krankenhaus. In Zusammenarbeit mit den Johannitern der Regionalverbände aus Hamburg und Harburg sowie weiteren Hilfsorganisationen und der Feuerwehr testet die Hamburger Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz regelmäßig die Notfallkapazitäten der Hamburger Krankenhäuser. Neu war dieses Mal, dass die Auswahl des Krankenhauses erst kurz vor Beginn der Übung ausgelost wurde.

Das Szenario: Bei einem Fest der Kulturen auf dem Campus der Universität Hamburg kam es zu einer Massenschlägerei mit anschließender Massenpanik und mehr als 100 Verletzten. Rund 60 Verletzten- und Angehörigendarsteller, fünf Pressedarsteller sowie 25 Helfer des Organisationsteams und des Fahr- und Rettungsdienstes der Johanniter simulierten diesen Massenanfall von Verletzten. Das Personal der Asklepios Klinig St. Georg musste vor allem Schuss- und Schnittwunden versorgen, die das Team der Realistischen Unfalldarstellung des Regionalverbandes Harburg zuvor täuschend echt geschminkt hatte.

In der von der Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz vorbereiteten und verantworteten Übung lag die organisatorische Leitung beim Harburger Johanniter Julian Jungjohann. Vor Übungsbeginn trafen sich alle Beteiligten im sogenannten Bereitstellungsraum der Hamburger Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz. Hier erhielten die Darsteller genaue Instruktionen den genauen Zeitplan.

Kurz nach 18:30 Uhr wurden die ersten Mimen, darunter etliche Schwerverletzte in die Notaufnahme eingeliefert, gesichtet und weiter versorgt. Vor der Notaufnahme und in anderen Krankenhausbereichen warteten außerdem die Angehörigen- und Pressedarsteller auf Informationen vom Klinikpersonal. Aufgabe der Pressedarsteller war es, den entsprechenden Medienansturm zu simulieren, um den Umgang des Klinikpersonals mit Journalisten in Krisensituationen zu testen. Kurz nach 21 Uhr wurde die Übung offiziell beendet.

Julian Jungjohann zeigt sich trotz des erhöhten Koordinationsbedarfs durch das Auslosen des Krankenhauses zufrieden mit der Arbeit der Helfer: "Wir hatten heute von Anfang an keine ruhige Minute, aber das Ergebnis kann sich sehen lassen", berichtete der Johanniter.

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