Tag des Ehrenamtes - Portrait von Franziska Wuttke

Tag des Ehrenamtes - Portrait von Franziska Wuttke

Mehr als 14 Millionen Menschen engagieren sich in Deutschland ehrenamtlich. Laut einer Erhebung des IfD Allensbach wenden die meisten von ihnen bis zu fünf Stunden ihrer Freizeit in der Woche dafür auf. Allein bei der Johanniter-Unfall-Hilfe sind knapp 36.000 ehrenamtliche Helfer aktiv. Sie engagieren sich zum Beispiel im Bevölkerungsschutz, im Sanitätsdienst, im Hospizdienst, in der Seniorenbetreuung, in der Flüchtlingshilfe in den Rettungshundestaffeln und in der Erste-Hilfe-Ausbildung. Im Regionalverband Hanau & Main-Kinzig sind 130 Ehrenamtliche aktiv. „Sie alle leisten tagtäglich wertvolle Arbeit – freiwillig und unentgeltlich. Das kann man gar nicht oft genug würdigen“, meint Regionalvorstand Sven Holzschuh.

In einer losen Serie erzählen ehrenamtliche Helfer aus dem RV Hanau & Main-Kinzig, was sie motiviert, sich für die Gesellschaft im Namen der Johanniter-Unfall-Hilfe einzusetzen. Heute erzählt Franziska Wuttke, die sich im Sanitätsdienst engagiert, wie zur zur JUH kam und was sie antreibt, sich in der Freizeit für hilfsbedürftige Menschen zu engagieren.

„Mein Name ist Franziska Wuttke. Ich bin 25 Jahre alt. Bei den Johannitern bin ich, seitdem ich 16 Jahre alt geworden bin, das heißt seit 2008. Damals war es so, dass man erst mit 16 eintreten durfte - meinen Sanitätshelfer hatte ich aber schon mit 15 Jahren bei der JUH gemacht, damals noch bei der JUH Gießen. Zur JUH selbst kam ich durch den Schulsanitätsdienst und eine AG an unserer Gesamtschule, welche durch einen Lehrer geleitet wurde, der selbst bei der JUH aktiv ist. Mit 16 bin dann „richtig“ in die JUH eingetreten und durfte auch bei der „Gründung“ des OV Bad Hersfeld dabei sein. Mit diesem OV konnte ich auch bei zwei Landeswettkämpfen teilnehmen. Ich engagiere mich ehrenamtlich, weil ich - auch wenn es sich vielleicht kitschig anhört - am Ende meines Lebens sagen können möchte, dass ich etwas Gutes getan und geholfen habe. Das hängt vielleicht auch mit meinem Job auf Intensiv zusammen. Außerdem macht es Spaß, in der Truppe zum Beispiel Sanitätsdienste zu machen oder auch bei Wettkämpfen zu helfen, weil so auch viele Freundschaften entstehen oder entstanden sind. Mir persönlich liegt die Realistische Unfalldarstellung mit Schminken und Mimen zu Übungszwecken sehr. Besonders in Erinnerung geblieben sind mir mein erster Landeswettkampf, mein San-Helfer-Lehrgang, die Großübung in Gießen, bei der ich mimen durfte, sowie der Sanitätsdienst in Hamburg. Ich möchte alle, die sich gerne ehrenamtlich betätigen möchten, herzlich dazu einladen, sich unsere Arbeit oder unser Team einfach mal anzuschauen sollten. Denn die meisten, die gesehen haben, dass das, was wir machen, zwar mit „Arbeit“, aber auch mit sehr viel Spaß verbunden ist, sind nicht mehr gegangen.“