Dialog mit der Politik

Berlin / Region Aachen-Düren-Heinsberg, 20. September 2017

Anlässlich der bevorstehenden Bundestagswahl hat die Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. ihre Empfehlungen an die Politik formuliert. Als große deutsche Hilfsorganisation und großer Arbeitgeber der Sozialwirtschaft setzen sich die Johanniter unter anderem ein für eine zukunftsfeste Ausgestaltung der Pflege- und Sozialberufe und für eine angemessene Anerkennung des ehren- und hauptamtlichen Engagements im Rettungsdienst und Katastrophenschutz.

Das Positionspapier der Johanniter-Unfall-Hilfe zur Bundestagswahl enthält unter anderem Empfehlungen zu folgenden Punkten:

  • Ehrenamt im Bevölkerungsschutz fördern durch Anerkennung bei der Rente
  • Rettungsdienst als medizinische Leistung anerkennen
  • Pflegeberufe attraktiver machen / Reform der Pflegeausbildung umsetzen
  • Kinder stärken durch starke Fachkräfte in gebührenfreien Kitas
  • Fluchtursachen bekämpfen und Zukunftsperspektiven in Herkunftsländern schaffen

Mehr als 55.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Johanniter-Unfall-Hilfe engagieren sich täglich haupt- oder ehrenamtlich für andere – im Rettungs- und Sanitätsdienst und im Katastrophenschutz, in der Pflege von alten und kranken Menschen, in ihren Kindertagesstätten und Jugendeinrichtungen, als Erste-Hilfe-Ausbilder, in der Betreuung von geflüchteten Menschen oder der humanitären Hilfe in den Krisenregionen der Welt. Die Erfahrungen aus der täglichen Arbeit der Johanniter vor Ort sind in das Positionspapier eingeflossen.

„Durch unsere Arbeit sind wir Johanniter im täglichen Leben vieler Bürger sehr präsent und erfahren, welche Bedürfnisse die Menschen in unterschiedlichen Lebenslagen haben“, sagt Marius Mainzer, Mitglied des Vorstandes des Regionalverbandes Aachen-Düren-Heinsberg der Johanniter-Unfall-Hilfe. „Diese Erfahrungen möchten wir in einen konstruktiven Dialog mit der Politik einbringen – im Sinne einer guten, bedarfsorientierten Versorgung auch in der Zukunft.“

Auch in der Region Aachen-Düren-Heinsberg tragen die Johanniter mit ihrer Arbeit maßgeblich zum Gemeinwohl bei. Fast 300 Menschen sind hauptamtlich für die Johanniter in der Region tätig, 400 Menschen von jung bis alt engagieren sich ehrenamtlich bei ihnen. Sehr aktiv sind sie im Rettungsdienst und der Jugendarbeit. Neben dem Betrieb von sechs Kitas unterhalten sie an drei Schulen in der Region Schulsanitätsdienste. 2.900 Menschen nutzen den Johanniter-Hausnotruf, 130 Personen bekommen täglich von den Johannitern ihr Essen geliefert.

Das vollständige Positionspapier der Johanniter-Unfall-Hilfe zur Bundestagswahl 2017 ist abrufbar unter http://www.johanniter.de/die-johanniter/johanniter-unfall-hilfe/ueber-uns/standpunkte.