Hilfe für Minenbetroffene

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Die Gemeinden Kyauk Kyi und Shwegyin in der Region Ost-Bago, im Süden von Myanmar, waren für Hilfsorganisationen jahrelang unzugänglich. Kämpfe zwischen der birmanischen Regierung und der Karen National Union, einer Organisation der Karen-Minderheit, trieben große Teile der Bevölkerung in die Flucht. Durch den Einsatz von Landminen ist die verbleibende Bevölkerung bis heute massiv in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt.

Von Minen verletzte oder vertriebene Menschen und ihre Familien haben bislang kaum Unterstützung erhalten. Mit finanzieller Hilfe durch das Auswärtige Amt arbeiten die Johanniter daher seit November 2014 gemeinsam mit der lokalen Partnerorganisation „Karen Development Network“ (KDN) daran, das Leben der Menschen in 60 Dörfern der Region zu verbessern.

Erste-Hilfe-Übungen sind Teil des Projekts für Minenbetroffene.

Hilfe für Überlebende

Fast 2000 Menschen in Kyauk Kyi und Shwegyin sind von Minenunfällen Betroffene, das heißt sie wurden selbst von einer Mine verletzt oder haben Angehörige verloren. Damit sie selbstständig für ihren Lebensunterhalt sorgen können haben wir zu Beginn des Projekts Familien im Anlegen von kleinen Gärten geschult und mit landwirtschaftlichen Geräten unterstützt. Im Rahmen des Projekts erhalten rund 500 betroffene Familien außerdem Hilfspakete, bestehend aus Decken, Hygiene-Kits, Moskitonetzen, Planen und Wasserkanistern. Unsere Partnerorganisation KDN bietet den Betroffenen und ihren Familien auch psychologische Unterstützung an, um Erlebtes besser verarbeiten zu können. Um die Stromversorgung gerade für Notfälle zu sichern wurden in 40 Gemeinden Gemeinschafts-Solaranlagen installiert.

Aufklärung zum Schutz vor Minenunfällen

Da die Region noch immer stark vermint ist, werden Erwachsene und Schüler über Minenarten und deren Risiken aufklären. In Erste-Hilfe-Kursen lernen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, wie man nach einem Minenunfall schnell handelt und Verletzte in die nächste medizinische Einrichtung transportiert.

Schulausbildung fördern

Viele Familien können sich die Kosten eines Schulbesuchs nicht mehr leisten, wenn der Hauptverdiener oder die Hauptverdienerin nach einem Minenunfall nicht mehr oder nur noch eingeschränkt arbeiten kann. Mit „Schülerpaketen“ soll die hohe Schulabbruchrate von Kindern aus betroffenen Familien gesenkt werden. In den Paketen sind neben einer Schultasche und Unterrichtsmaterialien auch eine Schuluniform, Schuhe und ein Regenschirm enthalten.

Gemeinsamer Aufbau von Infrastruktur

In 25 am stärksten von Landminen betroffenen Dörfern werden Mitarbeiter von KDN die Gemeinden beim Wiederaufbau von zerstörter Infrastruktur wie Versammlungsräumen, Marktgebäuden oder Straßen unterstützen. Welche Einrichtung oder Struktur am dringendsten repariert oder wieder errichtet werden soll, legen die Entwicklungskomitees der Gemeinden fest.

Unterstützen Sie das Projekt mit Ihrer Spende, damit wir noch vielen weiteren Familien helfen können. Vielen Dank.

Mit 40 Euro ermöglichen Sie einer Familie eine psychologische Beratung.

100 Euro kostet eine Risikoschulung für eine Gemeinde.

250 Euro kostet ein Erste-Hilfe-Training für eine Gemeinde.

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Ihr Ansprechpartner Johanniter-Auslandshilfe

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