Dürre in Ostafrika: Überleben sichern

Berlin / Nairobi, 13. März 2017

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Eine schwere Dürre bedroht die Existenzgrundlagen und das Leben tausender Menschen im Norden Kenias. Die Johanniter analysierten vor Ort den Hilfsbedarf, eine Trinkwasserlieferung traf Anfang März als Sofortmaßnahme ein.

Nicole Bergmann war Anfang März fünf Tage für die Johanniter in Turkana. Die Region im Norden Kenias wird seit Monaten von einer starken Dürre heimgesucht. Was sie nach ihrer Bedarfsanalyse erzählt, ist erschütternd: „Die Menschen essen teilweise zwei bis drei Tage nichts. Andere verzehren das Fleisch verendeter Tiere, was ein enormes Gesundheitsrisiko darstellt“, so Bergmann. Durchfallerkrankung, Malaria und Unterernährung hätten in den letzten Wochen deutlich zugenommen, die Bestände der Viehherden seien zum Teil auf ein Viertel des alten Bestandes geschrumpft.

Die Hirten bringen es nicht übers Herz, die noch lebenden Tiere zu schlachten. Sie sind ihre Existenzgrundlage“, so Bergmann.

Ein Lichtblick: die Menschen aus der Siedlung Nasinyono haben noch Reserven an Sorghum-Hirse für rund einen Monat. Die Ernte stammt aus dem Programm zur Ernährungssicherung, welches die Johanniter mit den Einwohnern seit vielen Jahren betreiben.

Mehr über die Auswirkungen der Dürre auf die Turkana-Nomaden erfahren Sie hier.

Besonders schlimm steht es um die Wasserversorgung. Der Großteil der Einwohner von Nasinyono ist mit dem Vieh unterwegs auf Wassersuche, teilweise bis in die Nachbarländer. Die zurück gebliebenen Menschen trinken salzhaltiges und verunreinigtes Wasser aus einem Wasserloch.

Sie haben versucht, den Salzgeschmack mit Zucker zu neutralisieren“, so Bergmann.

Um sofort Abhilfe zu schaffen, haben die Johanniter die Lieferung von Trinkwasser organisiert. Zwei Lkw mit jeweils 20000 Liter erreichten am 8. März Nasinyono. „Das reicht allerdings nur für wenige Tage“, so Bergmann.
Die Ergebnisse der Analyse werden nun geprüft. Der Bau einer kilometerlangen Wasserleitung ist genauso eine Möglichkeit wie Auffangbecken für Regenwasser. Diese Maßnahmen würden jedoch mehrere Monate in Anspruch nehmen. „Daher muss zunächst eine Lösung her, um die Menschen in den kommenden Wochen durch die Dürre zu bringen“, so Bergmann.

Um die Betroffenen in Ostafrika zu unterstützen, sind die Johanniter auf Spenden angewiesen

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