Kenia

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Der Teufelskreis von Armut und Krankheit

Verteilung von Wartemarken für Arzttermin: Kenia ist medizinisch unterversorgt. Foto: O. Girard

Der ostafrikanische Staat ist mit vielfältigen Problemen konfrontiert: wiederkehrende Dürren, unzureichende Gesundheitsversorgung, eine hohe Mütter- und Kindersterblichkeit und eine hohe Aids-Rate. Von einer flächendeckenden medizinischen Versorgung ist Kenia nach wie vor weit entfernt: Gerade mal ein Arzt steht 10.000 Kenianern im Bedarfsfall zur Verfügung. Trotz großer Fortschritte in der medizinischen Behandlung starben 2014 noch mehr als 33.000 Menschen in Kenia an AIDS. Cholera, Malaria und Durchfall sind weit verbreitet und knapp jede zweite Frau bringt ihr Kind ohne jegliche medizinische Betreuung zur Welt.

Krankheit bedeutet in dem ostafrikanischen Land schnell finanzielle Not. Vielen Familien fehlen die Ressourcen, um sich teure Behandlungen und lange Anfahrtswege zum nächsten Gesundheitszentrum zu leisten. Besonders die mehr als 1,4 Millionen Aids-Infizierten und schätzungsweise sechs Millionen Menschen mit Behinderungen stehen dadurch vor einem existentiellen Problem.

Hunger nachhaltig bekämpfen

Weite Teile Kenias, vor allem der Norden und Nordwesten, sind regelmäßig von heftigen Trockenperioden und extremem Wassermangel betroffen. Während der schweren Dürre 2011 versorgten die Johanniter in Turkana mehr als 2.200 Familien sieben Monate medizinisch sowie mit Nahrungsmitteln. Um langfristig die Existenzgrundlagen zu stärken, werden 900 Familien beim Anbau von Sorghum, eine landestypische Hirseart, und anderen Agrarprodukten unterstützt. Ein Tiefbrunnen zur Trinkwasserförderung wird installiert sowie ein Regenrückhaltebecken angelegt, um Felder auch bei Trockenheit noch bewässern zu können. Ziel ist es, die Menschen dadurch in die Lage zu versetzten, sich selbst zu helfen und zu versorgen.

Medizinische Betreuung für südsudanesische Flüchtlinge

Vor dem gewaltsamen Konflikt in ihrer Heimat sind bereits mehr als 90.000 Südsudanesen über die Grenze in das Flüchtlingslager Kakuma im Nordwesten Kenias geflohen. Seit 2014 unterstützen die Johanniter dort Gesundheitsstationen, um die medizinische Versorgung der Menschen zu verbessern. Neben der Behandlung von gängigen Krankheiten, konzentrieren sich die Johanniter dabei besonders auf die Betreuung von Müttern und Kindern. In einer Geburtsstation begleiten Krankenschwestern und -pfleger Mütter bei der Geburt und übernehmen die Erstversorgung der Neugeborenen.

Fachärzte für Augenerkrankungen und orthopädische Beschwerden bieten den Bewohnern von Kakuma und den umliegenden Gemeinden Spezialsprechstunden an und operieren bei Bedarf.

Informationen zu den aktuellen Projekten der Johanniter-Auslandshilfe in Kenia erhalten Sie in der unten stehenden Tabelle.

Projektübersicht

Region Projekt Laufzeit Finanzierung
Turkana Diversifizierte Lebensgrundlagen und nachhaltiges Ressourcenmanagement für die pastorale Bevölkerung in Natamarkawo 01.10.2015 - 30.09.2016 GIZ
Turkana Diversifizierte Lebensgrundlagen und nachhaltiges Ressourcenmanagement für die pastorale Bevölkerung in Nasinyono 01.09.2015 - 31.08.2018 BMZ / Spenden
Turkana Medizinische Versorgung südsudanesischer Flüchtlinge im Flüchtlingslager Kakuma 01.01.2016 - 31.12.2017 Auswärtiges Amt, Spenden
Bündnispartner der Johanniter: Aktion Deutschland hilft, Gemeinsam für Afrika, VENRO und DZI

Ihr Ansprechpartner Johanniter-Auslandshilfe

Lützowstr. 94
10785 Berlin