An Ihrem ersten Behandlungstag erfolgen nach Erledigung der Aufnahmemodalitäten im Sekretariat ein pflegerisches und psychotherapeutisches Aufnahmegespräch mit Ihrer/m ärztlichen oder psychologischen Einzeltherapeutin/en, die/der Sie während der gesamten Behandlungszeit betreut. Es folgen in den ersten Tagen eine körperliche Untersuchung einschließlich einer Blutabnahme und eines EKGs.
Um mehr über die Behandlung zu erfahren, klicken Sie bitte auf die aufgeführten Therapieangebote:
Auch wenn der Schwerpunkt der psychotherapeutischen Arbeit auf der Gruppenpsychotherapie liegt, werden mit Ihnen regelmäßig psychotherapeutische Einzelgespräche geführt. Wir möchten einen möglichst ganzheitlichen Eindruck von Ihnen gewinnen. Im Verlauf geht es in den Gesprächen auch um Prägungen und besondere Erlebnisse in Ihrem Leben, besonders dann, wenn diese Sie in Ihrem heutigen Erleben und Handeln beeinflussen.
Fester Bestandteil der Behandlung ist die Gruppen-Psychotherapie. Hierbei geht es unter anderem darum, sich in der Begegnung mit den Mitpatientinnen und Mitpatienten wahrzunehmen. Außerdem lassen sich im geschützten Rahmen der Gruppe auch neue Verhaltensweisen üben.
Falls therapeutisch sinnvoll führen wir auch Angehörigengespräche durch.
Unsere Mitarbeitenden der Fachpflege begleiten und unterstützen Sie während der Behandlungszeit. Sie stehen jederzeit für Gespräche und Unterstützung zur Verfügung.
Ziel der Ergotherapie ist es, Ihre Handlungsfähigkeit im Alltag und Ihre gesellschaftliche Teilnahme zu ermöglichen bzw. zu verbessern.
In der betätigungsorientierten Ergotherapie geht es um individuelle Lösungen für Ihre Selbstversorgung, Produktivität und Freizeit. Auch unterstützen wir sie bei beruflichen Konflikten oder Veränderungswunsch.
Zum kreativen ergotherapeutischen Angebot gehören das freie Gestalten, die Tongruppe und die Kompetenzgruppe. Hierbei stehen Ihre Emotionen und Wahrnehmungen sowie die Förderung von Entscheidungen und Ihre Selbstständigkeit im Vordergrund.
Mit musikalischen Mitteln werden emotionale Prozesse in Gang gesetzt und Interaktionen auf nonverbaler Ebene ausgelöst. Musiktherapie hilft, Einschränkungen der Erlebnisfähigkeit zu überwinden und Sie in Kontakt zu Ihren Emotionen zu bringen.
Regelmäßige Bewegung stabilsiert und fördert psychische Gesundheit. Hierfür bieten wir Ihnen ein breites Spektrum an Angeboten an:
Nordic Walking
Wirbelsäulengymnastik
Laufgruppe
Sporttherapie
Diese Therapie ist eine gelenkschonende Ergänzung zur Sport- udn Bewegungstherapie. Voraussetzung für die Teilnahme ist Schwimmfähigkeit.
Yoga bedeutet: etwas verbinden/in Harmonie bringen. Hierbei geht es darum, Körper, Geist und Seele in Einklang zu bringen. Sie lernen körperliche Übungen (Asanas), Atemübungen, Entspannung sowie positives Denken/Meditation.
Durch das Achtsamkeitstraining sollen Sie zu einem bewussteren Umgang mit sich selbst finden können. Die Selbstakzeptanz soll gesteigert werden, ebenso das Gefühl der Selbstwirksamkeit.
Qigong besteht aus ruhigen, sanften Bewegungen, bewusster Atmung und meditativer Achtsamkeit. Ziel ist es, Lebensenergie – das Qi – im Körper zu harmonisieren und wieder in ihren natürlichen Fluss zu bringen. Durch die Verbindung von Bewegung und innerer Aufmerksamkeit werden Körper und Geist ins Gleichgewicht geführt, Stress reduziert und das allgemeine Wohlbefinden gesteigert. Zugleich fördert Qigong die Konzentration und unterstützt eine feinere Wahrnehmung des eigenen Körpers.
Im Rahmen eines Erstgespräches mit unserer Sozialpädagogin über Ihre aktuelle Lebenssituation finden Sie Beratung und Hilfe bei Ihren sozialen Problemen. Die berufliche Wiedereingliederung und Sicherung der Erwerbsfähigkeit sind im Verlauf ebenfalls Aspekte der sozialen Beratung. Falls indiziert, unterstützen wir Sie beim Antrag von Reha-Maßnahmen. Auch die Kontaktaufnahme zu anderen Einrichtungen, wie Anbieter von ambulant betreutem Wohnen, Selbsthilfegruppen etc. sowie ggf. die Organisation eines psychiatrischen Fachpflegedienstes kann Teil unserer Beratung und Hilfe sein.
Durch leicht erlernbare Entspannungstechniken wie Atemübungen und Progressive Muskelrelaxation möchten wir Ihnen helfen, Stress und Alltagsbelastungen leichter zu bewältigen. Außerdem bringen wir Ihnen weitere Entspannungsverfahren wie Autogenes Training, Fantasie- und Traumreisen, Meditationsübungen, z. B. Farbmeditation und Techniken aus dem Bereich der Achtsamkeitsübungen näher.
Hier werden Ängste und Unsicherheiten in sozialen Situationen abgebaut und Symptome wie mangelnde Kommunikationsfähigkeit, niedrige Belastbarkeit und unzureichende Realitätsprüfung verbessert.
Im kognitiven Training wollen wir die Fähigkeit zum Problemlösen, Planen und Durchdenken verbessern. Diese Therapie zielt auf Funktionen in den Bereichen visuelle Wahrnehmung, selektive Aufmerksamkeit, geteilte Aufmerksamkeit, Arbeitsgedächtnis, voraussschauendes Gedächtnis, Langzeitgedächtnis und andere Funktionen ab, die auf spielerische Weise in einer Gruppe aus mehreren Teilnehmenden trainiert werden.
Falls sinnvoll und indiziert erhalten Sie von uns auch Medikamente: Antidepressiva (also stimmungsaufhellende Medikamente) können z. B. depressive Symptome lindern, ersetzen aber nicht die psychotherapeutische Behandlung, sondern ergänzen diese. Bei der medikamentösen Behandlung orientieren wir uns an den wissenschaftlichen Leitlinien und berücksichtigen wegen möglicher Wechselwirkungen Ihre übrige Medikation.
Ihr Tag in unserer Klinik beginnt für Sie gemeinsam z. B. mit einer Tasse Kaffee oder einem Tee. Mittags essen Sie zusammen das für Sie angelieferte Mittagessen. Zwischen den Therapien gibt es immer wieder Zeit, ungezwungen miteinander in Kontakt zu kommen und sich austauschen. Die therapeutische Gemeinschaft mit den Mitpatientinnen und Mitpatienten dient der Stärkung sozialer Kompetenzen.
Wir wollen Sie im Rahmen unseres Entlassmanagements, das von unserer Sozialpädagogin koordiniert wird, dabei unterstützen, dass nach Ende der Behandlung die adäquate Weiterbehandlung gewährleistet ist. Wir klären dabei Ihren weiteren Unterstützungsbedarf, informieren Sie über die verschiedenen Angebote und unterstützen Sie bei eventuellen Anträgen. Selbstverständlich erhalten Sie am Ende der Behandlung einen vorläufigen Entlassungsbericht, den Sie Ihren weiterbehandelnden Ärztinnen und Ärzten bzw. psychologischen Psychotherapeut/innen vorlegen können.