Eine hohe Qualität in der medizinischen, pflegerischen und therapeutischen Versorgung unserer Patientinnen und Patienten ist für uns Anspruch und Herausforderung zugleich. Alle drei Standorte der Johanniter-Kliniken Hamm bieten ihren Patienten medizinische und pflegerische Versorgung auf höchstem Qualitätsniveau. Dennoch glauben wir an ständige Verbesserungsmöglichkeiten im Sinne einer lernenden Organisation. Deswegen ist ein internes Qualitätsmanagementsystem eingeführt und als fester Bestandteil im Klinikalltag implementiert.
Ziel dieses Qualitätsmanagementsystems ist, Strukturen, Prozesse und Ergebnisse in allen Bereichen kontinuierlich weiterzuentwickeln und so eine hohe Versorgungsqualität sicherzustellen. Ein besonderes Augenmerk legen wir dabei auf die Zusammenarbeit zwischen den Berufsgruppen, Fachabteilungen und Standorten. Risiken werden kontinuierlich analysiert mit geeigneten Maßnahmen minimiert. Dies trägt zur Zufriedenheit bei Patientinnen und Patienten, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und allen weiteren Anspruchsgruppen bei. Wir stellen Strukturen, Prozesse und Ergebnisse regelmäßig auf den Prüfstand – unter anderem, indem wir uns internen und externen Qualitätsbewertungen unterziehen, an Verfahren der Qualitätssicherung teilnehmen und Patientinnen und Patienten sowie Kooperationspartner zu ihrer Zufriedenheit befragen. Systematisch lassen wir unsere Abläufe in allen Bereichen auch durch externe Prüfer überwachen. Erfolgreiche Zertifizierungen unserer Kompetenzzentren (Stroke-Unit, Hämatologisches Krebszentrum, Regionales Traumazentrum, etc.) durch die jeweiligen medizinischen Fachgesellschaften belegen den Erfolg unserer Arbeit. Unsere Leistungen und Qualitätsergebnisse stellen wir jährlich in den Qualitätsberichten gemäß §137 SGBV dar.
Die Prävention von MRSA durch die Einhaltung von Hygienemaßnahmen ist ein wichtiges gesundheitspolitisches Ziel.
Der Standort Werler Str. der Johanniter-Kliniken Hamm hat nachgewiesen, dass er sein ärztliches und pflegerisches Handeln durch das Erfahrungswissen der Selbsthilfe erweitern und nachhaltig den Kontakt zwischen Patientinnen und Patienten und der Selbsthilfe fördern kann.
Als eine der ersten Schlaganfalleinheiten in Nordrhein-Westfalen ging die Stroke Unit der Johanniter-Kliniken Hamm 1999 an den Start. Im April 2010 wurde die Stroke Unit nach den Vorgaben der “Stiftung Deutsche Schlaganfallhilfe” und der “Deutschen Schlaganfallgesellschaft” zertifiziert und zuletzt 2022 erfolgreich rezertifiziert. Dabei wurden die hohen Vorgaben für das Gütesiegel für die „Regionale Stroke Unit“ erfüllt.
Durch die Zertifizierung wird der Stroke Unit der Johanniter-Kliniken Hamm am Standort Knappenstr. ein hohes Versorgungsniveau von Patientinnen und Patienten mit Schlaganfall bescheinigt. Dieses gilt sowohl für das Zusammenwirken der internen Fachdisziplinen und Berufsgruppen als auch die Zusammenarbeit mit den extern kooperierenden Disziplinen.
Auf der spezialisierten Schlaganfalleinheit (Stroke Unit) werden die Patienten im Akutstadium mit einem integrativen Behandlungskonzept schnell und sicher einer multidisziplinären Therapie zugeführt.
Das interdisziplinäre Team der Stroke Unit setzt sich zusammen aus speziell fortgebildeten Ärzten, Gesundheits- und Krankenpflegern, Logopäden (Sprach-, Sprech- und Schlucktherapeuten), Physiotherapeuten, Ergotherapeuten sowie Mitarbeitern des Sozialdienstes. Zur weiteren Behandlung arbeiten die Neurologen eng mit Kardiologen und Intensivmedizinern, Gefäßchirurgen und Neurochirurgen, sowie Radiologen und Neuroradiologen zusammen.
Neben den fachlichen Kompetenzen steht den Schlaganfallpatienten die umfassende apparative Ausstattung für Diagnostik und -therapie rund um die Uhr auf höchstem technischem Niveau zur Verfügung.
Der Standort Nassauerstr. der Johanniter-Kliniken Hamm ist als „Regionales Traumazentrum“ des Traumanetzwerks Ruhr zertifiziert und spezialisiert auf die medizinische Behandlung schwerst- und mehrfachverletzter Patientinnen und Patienten.
Das Schockraum-Team der Klinik ist rund um die Uhr einsatzbereit. Es setzt sich aus den Unfallchirurgen, Gefäß- und Allgemeinchirurgen und Anästhesisten sowie weiteren Fachärzten und pflegerischem Fachpersonal zusammen. Das Team wird bereits vom Notarztwagen über Art und Schwere der Verletzungen informiert und steht bei Ankunft des Patienten bereit. Dort beginnt unmittelbar eine zielgerichtete Diagnostik und Behandlung des schwerverletzten Patienten.
Mit der so genannten "Trauma-Spirale" mittels Computertomografie werden die Verletzungen des Patienten innerhalb weniger Minuten diagnostiziert. Anschließend können sofort die weitere Therapie oder ein operativer Eingriff erfolgen.
Die optimale Behandlung des schwerverletzten Patienten wird durch die professionelle Prozesskette sichergestellt, die vom Rettungsdienst über den Schockraum, den Operationssaal, die Intensivstation und weitere stationäre Behandlungen bis zur Rehabilitation führt.
Traumanetzwerke wurden auf Initiative der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) gegründet, zur besseren Versorgung von Schwerverletzten. Im Traumanetzwerk Ruhr, dem sich der Standort Nassauerstr. der Johanniter-Kliniken Hamm angeschlossen hat, haben sich Kliniken aus Nordrhein-Westfalen zusammengeschlossen, damit Schwerstverletzte innerhalb von 30 Minuten in einem geeigneten Krankenhaus – möglichst heimatnah - medizinisch versorgt werden können. Grundlage ist ein rund um die Uhr funktionierendes Kommunikationsnetzwerk. In Qualitätszirkeln wird die stetige Verbesserung der Schwerverletztenversorgung gemeinsam erarbeitet. Das Traumanetzwerk ist ein wichtiger Bestandteil der Zulassung für Schwerverletztenversorgung der Berufsgenossenschaften (§6-Verfahren).