Das vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales im Rahmen der Förderinitiative rehapro geförderte Modellprojekt BETA-MeH hat zum Ziel, die berufliche Teilhabe und damit verbunden die Verbesserung der Lebensqualität von Menschen mit erworbenen Hirnschäden zu verbessern. Dafür wurde eine Rehabilitationsstrategie entwickelt, welche die Rückkehr der betroffenen Menschen in die Erwerbstätigkeit durch eine konsequent am individuellen Bedarf orientierte Versorgung ermöglicht. Bislang ist die neurologische Rehabilitation in Deutschland in einem Phasenmodell organisiert. Im Anschluss an die Akutbehandlung (Phase A), die intensivmedizinische Behandlung (Phase B) und eine Rehabilitation zur Frühmobilisierung (Phase C) liegen ab der klinisch-medizinischen Rehabilitation (Phase D) die Teilhabe am Arbeitsleben (Phase E) und am gesellschaftlichen Leben im Fokus. Die Vielzahl an beteiligten Akteuren erzeugt häufig für Betroffene eine solche Komplexität, dass die ursprüngliche Intention des Phasenmodells einer nahtlosen Versorgung oft nicht vollumfänglich umgesetzt werden kann. Das Projekt erprobt daher eine individuell auf den*die Betroffene*n ausgerichtete Interventionsstrategie durch die Kopplung der Phasen D und E zu einer flexiblen und bedarfsorientierten Komplexleistung. Durch ein koordinierendes Fallmanagement werden alle notwendigen Akteure und der*die Arbeitgeber*in konsequent vom ersten Tag in die Durchführung der Leistung eingebunden. Das Fallmanagement steht der*m Betroffenen auch über das Ende der Rehabilitationsleistung hinaus zur Verfügung.
Rekrutierungsphase: Februar 2023 bis Juni 2025 (30 Probandinnen und Probanden in der JKG eingeschlossen)
Status: Seit Juli 2025 bis Oktober 2026 läuft ein „Übergangsmodell“ über das passenden Betroffenen ähnliche Leistungen wie bei BETA-MeH angeboten werden können, aber dies nicht im Rahmen einer Studie stattfindet.
Kooperationen: Deutsche Rentenversicherung Bund https://www.modellvorhaben-rehapro.de/SharedDocs/Projektdaten/Projektdarstellung_BETAMeH_2FA.html sowie weitere Projektpartnerinnen und Projektpartner der rehaklinischen Versorgung, der betrieblichen Versorgung und des Fallmanagements.
Publikationen:
Rauen, K. & Wolf, F. (2024). Integration von BETA-MeH-Innovationen in klinische Rehabilitationsstrukturen. [Kongressbeitrag]. Neurologie & Rehabilitation, 30(S3): S6.
Eschweiler, M., Wolf, F., Kröber, K., & Rauen, K. (2026) Kein Bedarf?! Ablehnungsgründe im rehapro-Modellprojekt „Bedarfsfokussierter Teilhabe am Arbeitsleben von Menschen mit erworbenen Hirnschädigungen (BETA-MeH)“ [Kongressbeitrag]. 35. Rehabilitationswissenschaftliches Kolloquium - Deutscher Kongress für Rehabilitationsforschung, Leipzig
Wolf, F., Kirsche, D., Breier, G., Christian, D., Güldenberg, V., Sayn-Reutelsterz, C., van der Ven, C., Freund, M., Saliger, J., Jacobs, U., Eschweiler, M., Kröber, P., & Rauen. K. (2026). Integration von BETA-MeH-Innovationen in klinische Rehabilitationsstrukturen. Neurologie & Rehabilitation, 32(1), 73-82. https://doi.org/10.14624/NR2601001
Eschweiler, M., Wolf, F., Kröber, P., & Rauen, K. (2026). BETA-MeH als berufsorientierte, klinisch-betriebliche Intervention: Ein Kommentar über die Erreichbarkeit von Betroffenen mit klinisch gering ausgeprägten Leistungsdefiziten. Neurologie & Rehabilitation, 32(1), 83-89. https://doi.org/10.14624/NR2601001