Gedenken an Opfer von Amokfahrt in Münster

Münster, 07. April 2019

 

Am Sonntag trafen sich unsere Helferinnen und Helfer um in der Lambertikirche in Münster, im Rahmen eines ökumenischen Gedenkgottesdienst, der Opfer der Amokfahrt vor einem Jahr zu gedenken. An diesem Tag jährte sich zum ersten Mal die Amokfahrt von Münster. Ein Tag, der die Münsteraner traurig und fassungslos gemacht hat.Trotz der lange unklaren Lage am Einsatzort haben 149 Helferinnen und Helfer der vier Münsteraner Hilfsorganisationen (ASB, DRK, JUH, MHD) Hilfe geleistet. Sie versorgten die Verletzten und transportierten sie in Krankenhäuser. Sie standen den vielen Betroffenen bei und halfen dabei mit, die Sicherheit in unserer Stadt wiederherzustellen.

Unsere Helferinnen und Helfer kennen Einsätze bei so genannten Großschadenslagen, etwa nach größeren Unfällen oder wenn Menschen während einer Bombenentschärfung evakuiert werden müssen. Für diese Fälle sind sie ausgebildet und trainieren immer wieder. Aber hier ging es um mehr. Auf einmal war nicht mehr klar, in was für einer Lage sich die Helfer befinden. War es ein Unfall, ein Amoklauf oder womöglich ein Terroranschlag? Besteht noch Gefahr – auch für die Einsatzkräfte? Dies alles schwirrte vermutlich vielen im Kopf herum, während sie trotzdem Mitmenschlichkeit und Professionalität in einer sehr unübersichtlichen Einsatzlage bewiesen haben.

Wir bedanken uns von Herzen bei allen, die bei diesem Einsatz beteiligt waren, für das große Engagement, den persönlichen Einsatz, das Zurückstellen von eigenen Bedürfnissen, vielleicht auch von Ängsten. Wir hoffen, dass wir derartige Ereignisse in unserem friedlichen Münster nie wieder erleben müssen. Aber wir wissen auch, dass sich derartige Unglücke nie vollständig vermeiden lassen werden. Die Stadt und die hier lebenden Menschen können dabei auch in Zukunft jederzeit auf die Hilfsorganisationen zählen.