Regionalverband Südbrandenburg beteiligt sich an Verwundeten-Transportkomponente
Johanniter-Verbände stellen der Bundeswehr in ganz Deutschland 100 Fahrzeuge für den Verwundetentransport bereit.
Die Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH) baut ihre Unterstützung für die gesamtstaatliche Sicherheitsvorsorge weiter aus. Gemeinsam mit dem Zentralen Sanitätsdienst der Bundeswehr stellte die Hilfsorganisation am vergangenen Freitag auf dem Gelände des Bundesministeriums der Verteidigung in Bonn die neue Verwundeten-Transportkomponente 100 (VTpK-JUH100) vor: Aus Beständen ihrer Regionalverbände stellt die JUH bundesweit 100 Krankentransportfahrzeuge (mindestens KTW Typ A) für den qualifizierten Transport Verwundeter bereit. Die Fahrzeuge stehen sowohl für Einsätze innerhalb Deutschlands als auch – bei entsprechender Beauftragung – im Bündnisgebiet zur Verfügung. Auch der Regionalverband Südbrandenburg beteiligt sich aktiv an diesem Konzept und stellt hierfür zwei Fahrzeuge inklusive qualifizierter Besatzung zur Verfügung.
Die Fahrzeuge kommen insbesondere für den Transport von verwundeten Soldatinnen und Soldaten aus sogenannten HUBs (Aufnahmezentren) des zentralen Sanitätsdienstes der Bundeswehr in Krankenhäuser oder andere geeignete medizinische Einrichtungen zum Einsatz. Darüber hinaus steht die Komponente auch für Aufgaben im Zivil- und Bevölkerungsschutz bereit – etwa bei Evakuierungen von Krankenhäusern oder Pflegeeinrichtungen in Großschadens- oder Krisenlagen.
„Dass wir uns als Regionalverband Südbrandenburg mit eigenem Fahrzeug und Personal an dieser bundesweiten Fähigkeit beteiligen, zeigt: Die Johanniter sind bereit, Verantwortung zu übernehmen – sowohl für die Sicherheit der Menschen in unserer Region als auch für die gesamtstaatliche Vorsorge“, sagt Andreas Berger-Winkler, Mitglied des Regionalvorstands.
Die VTpK-JUH100 basiert auf Fahrzeugen und qualifiziertem Personal aus allen Regionalverbänden der Johanniter und ist zunächst auf eine Einsatzdauer von bis zu drei Monaten ausgerichtet. Das Personal rekrutiert sich im Wesentlichen aus dem Ehrenamt. Vorbereitung und Einsätze werden über das Johanniter-Bundeszentrum für Krisenmanagement (JBK) zentral koordiniert. Durch die Aufstellung der Komponente kommt es zu keiner Einschränkung des örtlichen Bevölkerungsschutzes.
Mit ihrem Engagement leisten die Johanniter vor Ort einen wichtigen Beitrag zur Verzahnung ziviler und militärischer Strukturen im Bevölkerungsschutz – stets im Einklang mit ihren humanitären Werten sowie ihrer Unabhängigkeit und Neutralität.
Engagement vor Ort – Mitmachen im Katastrophenschutz
Um die Einsatzfähigkeit im Bevölkerungsschutz weiter zu stärken, sucht der Regionalverband Südbrandenburg fortlaufend engagierte Unterstützung. Interessierte können sich in den Bereichen Sanitätsdienst und Katastrophenschutz mit den vielfältigen Aufgabengebieten einbringen und erhalten umfassende Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten. Das Ehrenamt bietet die Chance, aktiv Verantwortung für die Sicherheit der Menschen in der Region zu übernehmen und Teil eines erfahrenen Teams zu werden.