Berufsbegleitender Notfallsanitäter-Kurs
Die Ausbildung erstreckt sich über einen Zeitraum von 4,5 Jahren und erfolgt in regelmäßig stattfindenden Blockwochen von montags bis freitags an der Johanniter Akademie NRW – Campus Münster. Durch die enge Verzahnung der Lernorte Berufsfachschule, Lehrrettungswache und Klinik werden theoretische und praktische Ausbildungsinhalte optimal miteinander verknüpft. Die umfangreichen Praxiseinsätze ermöglichen es, das erworbene Wissen unmittelbar anzuwenden und nachhaltig zu festigen.
Bei Fragen oder Interesse an der Ausbildung können Sie uns gerne eine E-Mail an rettungsdienstschule.muenster(at)johanniter.de schreiben.
Was machen Notfallsanitäter/innen?
Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitäter sind die höchstqualifizierte nichtärztliche Berufsgruppe im Rettungsdienst. Sie versorgen Patientinnen und Patienten eigenverantwortlich bis zur Übernahme durch eine Ärztin oder einen Arzt, führen lebensrettende Maßnahmen durch, beurteilen Notfallsituationen und treffen im Rahmen ihrer Kompetenzen selbstständig medizinische Entscheidungen. Darüber hinaus arbeiten sie eng mit Leitstellen, Kliniken, Notärztinnen und Notärzten sowie weiteren Einsatzkräften zusammen und gewährleisten eine qualifizierte Versorgung und einen sicheren Transport der Patientinnen und Patienten.
Kursstart: 6 Kalenderwoche
Kosten: Die Finanzierung richtet sich nach den Vorgaben des aktuellen Finanzierungserlasses des Landes Nordrhein-Westfalen.
Ablauf der Ausbildung
Theoretische und praktische Ausbildung
Die theoretische und praktische Ausbildung orientiert sich am bundesweit einheitlichen Notfallsanitätergesetz und findet in regelmäßig stattfindenden Blockwochen an der Johanniter Akademie NRW – Campus Münster statt. Der Unterricht verbindet moderne Lehrmethoden mit praxisnahen Übungen, Simulationen und Fallbeispielen. Ergänzend begleitet unsere digitale Lernplattform Moodle und unsere Schulverwaltungssoftware All4Schools den gesamten Ausbildungsverlauf. Über beide Plattformen erhalten die Auszubildenden jederzeit Zugriff auf Unterrichtsmaterialien, Präsentationen, Stundenpläne und weitere ausbildungsrelevante Informationen.
Praktische Ausbildung
Die praktischen Ausbildungsanteile erfolgen parallel zur schulischen Ausbildung auf einer Lehrrettungswache sowie in den vorgesehenen klinischen Fachabteilungen. Die enge Verzahnung von Theorie und Praxis ermöglicht es, neu erworbene Kenntnisse unmittelbar im Berufsalltag anzuwenden und zu vertiefen. Hierbei wird der gesetzliche Mindeststundenumfang von 4.600 Stunden berücksichtigt. Durch die berufsbegleitende Ausbildung von 4,5 Jahren wird der Anteil der praktischen Ausbildung an der Lehrrettungswache deutlich größer ausfallen, sodass die Auszubildenden ihr erworbenes Wissen über einen längeren Zeitraum kontinuierlich im Einsatzdienst anwenden und weiterentwickeln können.
Staatliche Prüfung
Die Ausbildung endet mit der staatlichen Prüfung zum Notfallsanitäter (m/w/d).
Die staatliche Abschlussprüfung gliedert sich in drei Prüfungsteile:
Nach erfolgreichem Abschluss erwerben die Absolventinnen und Absolventen die Erlaubnis zum Führen der Berufsbezeichnung „Notfallsanitäter/in“ und sind für die eigenverantwortliche Tätigkeit im Rettungsdienst qualifiziert.