Johanniter leisten medizinische Hilfe in Mosambik

Berlin/Nürnberg, 04. April 2019

Bildquelle: Lena Mucha

Berlin/Nürnberg ■ Ein Helferteam der Johanniter brach gestern von Frankfurt aus nach Mosambik auf, um in der vom Wirbelsturm Idai betroffenen Region medizinische Nothilfe zu leisten. Dem sechzehnköpfigen Team, das sich ausschließlich aus ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern der Johanniter-Auslandshilfe zusammensetzt, gehören Ärzte, Notfallsanitäter bzw. Rettungsassistenten und Logistiker an sowie ein Experte für psychosoziale Betreuung. Nach ihrer Ankunft in der Hafenstadt Beira, einer der am schwersten von dem Wirbelsturm betroffenen Städte in Mosambik, wird das Team an den von den lokalen Behörden bestimmten Einsatzort weiterreisen, um seine Arbeit aufzunehmen. Die Helfer werden 14 Tage vor Ort sein und werden dann von einem zweiten Team abgelöst. Die Johanniter hatten ihr Helferteam bereits kurz nach der Katastrophe einsatzbereit gemeldet, nun ist die offizielle Anforderung seitens der zuständigen Behörden erfolgt.

Einer der Helfer ist Dr. Harald Pudritz, ehrenamtlicher Soforthelfer der Johanniter aus Mittelfranken. Der 41-jährige unterstützt das Team als Senior-Logistiker und war bereits 2013 auf den Philippinen im Einsatz. Im Hauptberuf ist er Apotheker.

Die Johanniter schicken in den kommenden Tagen außerdem überlebenswichtige Hilfsgüter im Gesamtumfang von 2,5 t in das Katastrophengebiet. Ein medizinisches Nothilfe-Kit stellt die basismedizinische Versorgung von bis zu 10.000 Patienten über drei Monate sicher. Darüber hinaus werden Medikamente zur Behandlung von Malaria und Cholera geliefert sowie 22 mobile Wasseraufbereitungsanlagen zur Verbesserung der Trinkwasserversorgung.

Durch den Wirbelsturm Idai sind laut UN-Angaben rund 1,85 Millionen Menschen in der Region auf humanitäre Hilfe angewiesen. Der Sturm hat über 500 Menschenleben gekostet und fast 60.000 Häuser unbewohnbar gemacht. Krankheiten wie Cholera sind bereits ausgebrochen. Zudem wurden über 600.000 Hektar Ernten zerstört, was die Versorgung mit ausreichend Nahrungsmitteln in den kommenden Monaten gefährdet. 

Die Johanniter-Unfall-Hilfe und „Aktion Deutschland Hilft“ rufen zu Spenden für die Betroffenen von Zyklon Idai auf:

Stichwort: „Zyklon Idai“

IBAN: DE94370205000433043300 (Bank für Sozialwirtschaft)

Johanniter-Unfall-Hilfe e.V.

Stichwort „Zyklon Idai“

IBAN: DE62 3702 0500 0000 10 20 30 (Bank für Sozialwirtschaft)

„Aktion Deutschland Hilft“

Über die Johanniter-Auslandshilfe
Die humanitäre Hilfe im Ausland ist eine satzungsgemäße Aufgabe der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. Sie wird durch die Johanniter-Auslandshilfe in der Bundesgeschäftsstelle in Berlin umgesetzt. In 12 Länderbüros und in Berlin arbeiten mehr als 250 internationale und lokale Mitarbeitende. Die Johanniter-Unfall-Hilfe ist ein Werk des evangelischen Johanniterordens. Sie wurde 1952 gegründet. In ihr engagieren sich rund 22.000 hauptamtliche und mehr als 37.000 ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Rund 1,3 Millionen Menschen fördern die Johanniter-Unfall-Hilfe.