14.08.2026 | Regionalverband Ostbayern

Fenster, Türen aufgerissen, Schulanfänger rausgeschmissen!

Besonderer Abschied im Johanniter-Kinderhaus Hemau-Hohenschambach

Vorschüler sitzen mit Kita-Personal vor Klangwand

Hohenschambach/Hemau ■ Am Freitagnachmittag, 31. Juli 2026, hieß es im Johanniter-Kinderhaus Hemau-Hohenschambach wieder Abschied nehmen: Die Vorschulkinder wurden feierlich aus ihrer Kindergartenzeit „hinausgeworfen“ und damit symbolisch in einen neuen Lebensabschnitt verabschiedet.

Zum Auftakt hinterließen die angehenden Schulkinder ihre ganz persönlichen Spuren am Gartenzaun. Jedes Kind brachte einen kleinen Tonfuß an – eine Tradition, die jedes Jahr aufs Neue das Motto der Einrichtung bei der Verabschiedung widerspiegelt: „Oft sind es die kleinsten Füße, die die größten Spuren hinterlassen.“

Anschließend präsentierten die Kinder stolz auf dem Schultaschenlaufsteg ihre Ausrüstung für den neuen Lebensabschnitt. Am Dorfplatz konnten die Kinder zu ihrem individuellen Wunschlied über den Laufsteg gehen. Von Liedern wie „Dorfkind“ bis hin zu „Confident“ von Shakira war für jedes Kind die passende musikalische Begleitung dabei.

Für eine besondere Überraschung sorgten die Vorschulkinder gemeinsam mit ihren Eltern. Sie enthüllten die neue große Outdoor-Klangwand, die passend zum Jahresziel des Kinderhauses gestaltet und gebaut worden war. Die Klangwand ist eine kreative Bereicherung für den Garten und lädt die Kinder auch künftig dazu ein, Klänge zu entdecken und miteinander zu experimentieren.

Den Höhepunkt des Nachmittags bildete schließlich der traditionelle „Rauswurf“. Mit dem inzwischen schon bekannten Spruch „Fenster, Türen aufgerissen, Schulanfänger rausgeschmissen!“ wurden die Vorschulkinder symbolisch aus dem Kinderhaus verabschiedet. Zwei Mitarbeiterinnen übernahmen dabei den besonderen Part: Sie wiegten die Kinder hin und her und deuteten so den „Rauswurf“ an.

Für jedes einzelne Kind gab es dabei einen eigenen Applaus von Eltern, Geschwistern sowie Omas und Opas. Die kleinen Füße haben im Johanniter-Kinderhaus bereits viele Spuren hinterlassen – nun dürfen sie ihre nächsten großen Schritte in Richtung Schule gehen.

Die Johanniter in Ostbayern
Der Regionalverband Ostbayern ist Teil der Johanniter-Unfall-Hilfe. Mit rund 2000 hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an mehreren Standorten und Einrichtungen bieten die Johanniter zahlreiche soziale Dienstleistungen für die Menschen in der Region. Mit Kinder- und Jugendbetreuung, Hausnotruf, ambulanter Pflege, Menüservice, Ausbildung in Erster Hilfe, Patienten-Fahrdienst, Rettungsdienst, Tagespflege und vielen weiteren Angeboten sind die Johanniter in Ostbayern für die Menschen da. Dazu betreiben die Johanniter das Inklusionshotel INCLUDiO in Regensburg und sind mit dem Johannes-Hospiz in Pentling und dem Bruder-Gerhard-Hospiz in Schwandorf auch in der Hospizarbeit tätig. Insgesamt 600 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer engagieren sich in den sechs Johanniter-Ortsverbänden in Großköllnbach, Kelheim, Landshut, Regensburg, Schwandorf und Schwarzenfeld im Rettungsdienst, im Sanitätsdienst, in der Krisenintervention, in den Rettungshundestaffeln, bei den Hunden im Therapieeinsatz, in der Johanniter-Jugend und vielen weiteren Einsatzgebieten für die Menschen.