27.01.2026 | Regionalverband Ostbayern

Johanniter-Weihnachtstrucker-Aktion ein voller Erfolg

Über 80.000 Pakete wurden in sieben Zielländern an Bedürftige verteilt. Fast jedes vierte Paket stammt aus Ostbayern

Kind erhält Weihnachtstrucker-Paket.

Ostbayern ■ Es war der 32. Johanniter-Weihnachtstrucker. Die Johanniter konnten zahlreiche Pakete verteilen: 66.123 Pakete wurden zu den Abgabestellen gebracht. 14.341 Päckchen wurden virtuell gepackt. Zusammen ergibt das 80.464 Pakete. „Es war eine großartige, gemeinsame Leistung“, sagt Ulrich Kraus, bundesweiter Projektleiter des Johanniter-Weihnachtstruckers. „Die Unterstützung der Menschen für den Johanniter-Weihnachtstrucker hat nicht abgenommen. Wir wissen, dass es absolut nicht selbstverständlich ist, sich für andere einzusetzen. Umso mehr rührt uns dieses Engagement. Und für die Menschen, die die Pakete erhalten, ist es eine unermessliche Hilfe.“ 

Allein in Ostbayern wurden rund 17.000 Pakete an fast 400 Sammelstellen abgeholt und weiterverteilt. „Es macht mich unendlich stolz, dass wir in Ostbayern auch in diesem Jahr wieder die meisten Pakete in ganz Deutschland stellen konnten“, berichtet Matthias Walk, Projektleiter für den Johanniter-Weihnachtstrucker in Ostbayern und ergänzt: „Mein großer Dank gilt all denen, die so fleißig Pakete gepackt haben.“ Walk betont, dass dies ohne Unterstützung im Bereich Logistik nicht möglich gewesen wäre: „Ohne unser bewährtes Team von der Firma Godelmann, um Projektleiter Ulrich Bauriedl, wäre es eine große Herausforderung diese Menge an Paketen abzuholen und zu verteilen. Umso mehr freut es mich, dass wir von der Spedition Gebrüder Weiss in Straubing 2025 zum ersten Mal eine tolle Unterstützung erfahren haben.“ Die Packaktion fand in Ostbayern zum ersten Mal gemeinsam mit der Hilfsorganisation SpaceEye statt. Das, so Walk, habe sich absolut bewährt: „Wir konnten unsere Kräfte bündeln, Synergieeffekte nutzen und damit noch mehr Menschen, vor allem in der Ukraine helfen.“ 

Dem pflichtet auch Michael Buschheuer von SpaceEye bei: „Es ist uns eine Ehre, als Junior Partner mit solch starken Partnern so erfolgreich zusammen zu arbeiten. Gemeinsam kann jeder seine Stärken zu Gunsten aller ausleben. Damit sind wir noch schlagkräftiger.“

Zwischen Weihnachten und Neujahr waren 69 Helferinnen und Helfer mit 28 LKW nach Albanien, Rumänien und Bosnien gefahren, um vor Ort die Pakete mit Lebensmitteln und Hygieneartikeln an die Menschen zu verteilen. Hier wurden sie schon sehnsüchtig erwartet. Zum Ende des vergangenen Jahres waren alle gesund zurückgekehrt.

„Für die Ehrenamtlichen waren die Begegnungen vor Ort ganz besonders. Die Dankbarkeit und Freude der Menschen haben die Helferinnen und Helfer tief bewegt“, so Kraus. „Es sind zum Teil aus unserer Sicht vollkommen unvorstellbare Bedingungen für die Menschen dort. Die Helferinnen und Helfer haben uns berichtet, dass besonders die Kinder überwältigt von für uns ganz alltäglichen Dingen waren. Ganz zu schweigen von der Freude über das Spielzeug. Die Pakete bringen nicht nur dringend benötigte Lebensmittel und Hygieneartikel. Sie schenken auch Freude und Zuversicht als ein Zeichen, dass an sie gedacht wird.“

Mittlerweile wurden in den Zielländern Albanien, Bosnien, Rumänien, der Ukraine und der Republik Moldau Pakete verteilt. Bei den Ländern, die aus Sicherheitsgründen nicht direkt von den Ehrenamtlichen angefahren werden konnten, unterstützen Speditionen die Johanniter. Außerdem werden mit den Partnern vor Ort Packaktionen geplant. Auch in Deutschland wurden wieder viele Pakete verteilt. Ein großer Teil ging an die Tafeln. 

„Wir schauen alle auf ein hartes Jahr zurück, und es wird wohl auch nicht unbedingt leichter werden. Umso mehr sind wir dankbar, dass Solidarität und Hilfsbereitschaft für andere nicht verloren gegangen sind“, sagt Kraus.

Zusätzlich zum normalen Paket, das gepackt und an einer Abgabestelle abgegeben wurde, gibt es die Möglichkeit virtuell ein Päckchen zusammen zu stellen. Die eigentlichen Pakete werden dann mit den gesammelten Geldspenden in den Zielländern von den langjährigen Partnern vor Ort eingekauft, gepackt und an die hilfsbedürftigen Menschen verteilt. Die Päckchen beinhalten Lebensmittel und Hygieneartikel. Für viele Menschen bedeutet der Inhalt dringend benötigte Hilfe für ihren Alltag. 

Die Johanniter in Ostbayern
Der Regionalverband Ostbayern ist Teil der Johanniter-Unfall-Hilfe. Mit rund 2.000 hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an mehreren Standorten und Einrichtungen bieten die Johanniter zahlreiche soziale Dienstleistungen für die Menschen in der Region. Mit Kinder- und Jugendbetreuung, Hausnotruf, ambulanter Pflege, Menüservice, Ausbildung in Erster Hilfe, Patienten-Fahrdienst, Rettungsdienst, Tagespflege und vielen weiteren Angeboten sind die Johanniter in Ostbayern für die Menschen da. Dazu betreiben die Johanniter das Inklusionshotel INCLUDiO in Regensburg und sind mit dem Johannes-Hospiz in Pentling und dem Bruder-Gerhard-Hospiz in Schwandorf auch in der Hospizarbeit tätig. Insgesamt 600 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer engagieren sich in den sechs Johanniter-Ortsverbänden in Großköllnbach, Kelheim, Landshut, Regensburg, Schwandorf und Schwarzenfeld im Rettungsdienst, im Sanitätsdienst, in der Krisenintervention, in den Rettungshundestaffeln, bei den Hunden im Therapieeinsatz, in der Johanniter-Jugend und vielen weiteren Einsatzgebieten für die Menschen.