Engels-Fackel macht Station in Eisenhüttenstadt
Kinder-Lebens-Lauf bringt Kinderhospizarbeit auf die Straße: Weitergabe der Fackel mit Oldtimer-Konvoi und Johanniter-Blaulicht nach Frankfurt (Oder).
Die Engels-Fackel des bundesweiten Kinder-Lebens-Laufs hat am 28. September Eisenhüttenstadt erreicht. Aus Cottbus kommend, machte sie beim Johanniter-Kinderhospizdienst NORA Station. Mit einer Rundtour durch die Stadt und der anschließenden Weitergabe nach Frankfurt (Oder) wurde auf die Bedeutung der Kinderhospizarbeit und die Situation von Familien mit lebensverkürzend erkrankten Kindern aufmerksam gemacht.
Am Dienstag, 29. September, ging der Johanniter-Kinderhospizdienst NORA mit der Fackel auf eine Rundtour durch Eisenhüttenstadt. Verschiedene Stationen in der Stadt machten die Aktion sichtbar – darunter das Rathaus Eisenhüttenstadt und das CityCenter. Menschen aus unterschiedlichen Lebensbereichen konnten sich über den Kinder-Lebens-Lauf und die Arbeit des ambulanten Kinderhospizdienstes informieren.
„Der Kinder-Lebens-Lauf bringt ein Thema in die Öffentlichkeit, das im Alltag häufig wenig sichtbar ist. Familien mit einem lebensverkürzend erkrankten Kind brauchen Unterstützung, Verständnis und Menschen an ihrer Seite. Mit der Engels-Fackel tragen wir diese Botschaft gemeinsam durch unsere Region“, sagt Eileen Samol, Koordinatorin des Johanniter-Kinderhospizdienst NORA.
Gemeinsam für mehr Sichtbarkeit
Alle zwei Jahre zieht der Kinder-Lebens-Lauf durch Deutschland. Er ist Familien mit einem lebensverkürzend erkrankten Kind gewidmet und macht auf deren besondere Anliegen und Bedürfnisse aufmerksam. Die Aktion versteht sich zugleich als eines der größten Inklusionsprojekte Deutschlands: Menschen mit und ohne Behinderung, Jung und Alt, Familien, Pflegekräfte, Ehrenamtliche, Vereine, Unternehmen und Unterstützende kommen dabei zusammen.
Symbol der Aktion ist die Engels-Fackel. Sie steht für Hoffnung, Leben, Zusammenhalt und Inklusion und wird von Etappe zu Etappe weitergetragen. Dabei geht es nicht nur um die zurückgelegte Strecke, sondern vor allem darum, Begegnungen zu schaffen, Berührungsängste abzubauen und Familien mit schwerstkranken Kindern eine öffentliche Stimme zu geben.
Von Eisenhüttenstadt nach Frankfurt (Oder)
Am Mittwoch, 30. September, wurde die Engels-Fackel von Eisenhüttenstadt aus weitergetragen. Ein Oldtimer-Konvoi des Oldtimer-Club Guben e. V. begleitete stilecht mit Johanniter-Blaulicht die Fackel auf ihrem Weg nach Frankfurt (Oder), wo die nächste Etappe des Kinder-Lebens-Laufs begann.
Damit wurde die Botschaft weitergetragen: Kinderhospizarbeit geht alle an. Sie unterstützt nicht nur erkrankte Kinder, sondern begleitet ganze Familien – und braucht deshalb Aufmerksamkeit, gesellschaftliche Anerkennung und Unterstützung.