24.10.2022 | Regionalverband Minden-Ravensberg

NRW Landesvorstand: Einführung und Verabschiedung mit feierlichem Gottesdienst

NRW-Innenminister Herbert Reul dankt für Corona-, Hochwasser- und Ukraine-Einsätze

Mit einem feierlichen Gottesdienst im Altenberger Dom sind Matthias Cramer und Udo Schröder-Hörster am 21. Oktober offiziell als neue Landesvorstände der Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH) eingeführt worden. Der 54-jährige Jurist und 55-jährige Sozialbetriebswirt führen den größten Landesverband der christlichen Hilfsorganisation gemeinsam als ehren- und hauptamtliches Mitglied des Landesvorstandes.

Zugleich verabschiedeten die Johanniter ihren langjährigen, ehrenamtlichen und hoch verdienten Landesvorstand Hans von Tiesenhausen. Er hatte die Johanniter in NRW von 2009 bis 2021 sehr positiv geprägt und wurde mit den höchsten Würdigungen ausgezeichnet, zuletzt mit der JUH- und Johanniter-Jugend-Ehrenmitgliedschaft.

Bundesvorstand Christian Meyer-Landrut begrüßte die rund einhundert geladenen Gäste im Anschluss an den Gottesdienst. Er wünschte den neuen Landesvorständen mit dem so genannten „Gelassenheitsgebet“ Mut, Gelassenheit und Weisheit für ihr zukünftiges Wirken sowie Gottes reichen Segen. Die dreijährige, coronabedingte Verzögerung bei der offiziellen Amtseinführung von Udo Schröder-Hörster trügen die Johanniter mit ihrer 900-jährigen Geschichte mit heiterer Gelassenheit.

Herbert Reul: „Ihre Hilfe ist nicht wegzudenken.“
NRW-Innenminister Herbert Reul dankte den Johannitern in seiner wertschätzenden Rede für ihre ungezählten Einsätze in der Corona-Pandemie, bei der Hochwasser-Katastrophe und aktuell bei der Unterbringung und Betreuung von geflüchteten Menschen aus der Ukraine. "Ihre Hilfe ist nicht wegzudenken. Wir sind ihnen unendlich dankbar." Er lobte insbesondere das starke Ehrenamt und die Dynamik, Verlässlichkeit und die Innovationskraft der Johanniter, die mit ihrer Katastrophenschutz-Spezialeinheit „UNIKE“ neue Maßstäbe für Einsätze bei Extremwetterlagen gesetzt hätten. Auch im Namen der Landesregierung dankte er Hans von Tiesenhausen für seinen unermüdlichen Einsatz.

Udo Schröder-Hörster hat seine Wurzeln in Bad Oeynhausen.􀁠􀁩􀃀􀂆􀀕􀂟􀃀􀃃􀂆
Er studierte Sozialbetriebswirt und begann seine Karriere bei den Johannitern 1988 im damaligen Kreisverband Minden-Lübbecke in Bad Oeynhausen, wo er mehrere Jahre Fachbereichsleiter Soziale Dienste und Einrichtungsleiter der Kurzzeitpflege im Regionalverband Minden-Ravensberg war.
Über die Grenzen des Regionalverbandes hinaus bekannt und gelobt wurde er für seine Arbeit in der Flüchtlingshilfe seit 2014. Dank seines persönlichen Einsatzes als Regionalvorstand in Münsterland/ Soest konnte das Christliche Hospiz Soest gebaut und 2018 eröffnet werden. Auf Landes- und Bundesebene der JUH brachte er sich seit 1995 in diversen Gremien ein. 
"Meine Familie kommt aus Bad Oeynhausen, ein Koffer von mir steht immer noch dort. Hier habe ich bei den Johannitern von der Pike vieles gelernt, was mir später für Aufgaben an anderen Orten sehr geholfen hat", betont NRW-Landesvorstand Udo Schröder-Hörster.

Zum Landesverband NRW gehören 15 Regionalverbände mit 5.000 hauptamtlichen und 10.000 ehrenamtlichen Mitarbeitenden.