Nicht erst einen Sturz erleben

Rhein-Berg / Oberberg, 08. April 2019

Clara Stühmer fährt beim Ernstfall zu den Hausnotruf-Teilnehmern

Clara Stühmer ist Freiwilligendienstlerin beim Johanniter-Hausnotruf und rät: „Senioren sollten sich nicht erst nach einem Unfall unser Gerät zulegen.“ Eine Gelegenheit, den Johanniter-Hausnotruf auszuprobieren, besteht im Rahmen der bundesweiten Sicherheitswochen vom 23. April bis 31. Mai 2019. In diesem Zeitraum kann der Hausnotruf vier Wochen lang kostenlos getestet werden.

Infos bei den Johannitern in Rhein.-/Oberberg unter Tel. 02262 797-136 oder per Mail an hausnotruf.rhein-oberberg@johanniter.de

Meistens ist es abends oder mitten in der Nacht, wenn Clara Stühmer zu einem Einsatz gerufen wird. Die Bundesfreiwilligendienstlerin leistet derzeit ihren Dienst beim Hausnotruf der Johanniter im Regionalverband Rhein.-/Oberberg. Und wenn die Menschen beim Ernstfall auf den Knopf ihres Funkfingers drücken, wird die 21-Jährige von der Zentrale der Johanniter benachrichtigt. Dann holt Clara Stühmer den entsprechenden Schlüssel aus einem gesicherten Raum und fährt los.

Die Sanitätshelferin weiß, was zu tun ist

„Bei den meisten meiner bisherigen Einsätze waren die Menschen hingefallen“, berichtet die Ründerotherin. Die ausgebildete Sanitätshelferin weiß, was dann zu tun ist. Nach einer ersten Kontrolle der Symptome hilft sie den Seniorinnen und Senioren beim Aufstehen und kann dazu bei Bedarf auf ein ausblasbares Hebekissen zurückgreifen – das hat sie wie den Notfallkoffer in ihrem Einsatzfahrzeug dabei.

„Viele unserer Hausnotruf-Teilnehmer erzählen mir, dass sie sich unser Gerät erst angeschafft haben, nachdem sie einmal hingefallen sind“, sagt Clara Stühmer. Nach einem Sturz hätten die Menschen nämlich oft eine ganze Nacht lang alleine gelegen. „Eigentlich sollte man sich den Hausnotruf jedoch zulegen, bevor etwas passiert“, meint sie.

Erst prüfen, ob alles in Ordnung ist

Hatte sie einen Einsatz, dann fährt die Freiwilligendienstlerin erst wieder weg, wenn es dem betroffenen Menschen gutgeht. Die meisten sagen ihr zwar: „Alles in Ordnung, junge Frau, mir geht es wieder gut“, doch darauf verlässt sich die Sanitätshelferin nicht: Sie prüft Blutdruck, Puls, Blutzucker und organisiert bei Verletzungen oder Brüchen die weitere Versorgung und Behandlung.

„Die Menschen bedanken sich immer bei mir, und auch die Angehörigen melden sich und sprechen ihren Dank aus“, erzählt Clara Stühmer. Sie findet es gut, Verantwortung zu tragen und helfen zu können und freut sich daher sehr, wenn sie von den Menschen etwas zurückbekommt.