Wunsch erfüllt: Fahrt mit der Goldwing

Wiehl, 19. Februar 2019

Hospizbewohnerin fuhr im Beiwagen an die Biggetalsperre

Es hatte einfach alles gepasst: Der Himmel blau, die Sonne warm und eine trotz Winterzeit angemeldete Honda-Goldwing war samt Beiwagen in unmittelbarer Nähe des Johannes-Hospizes Oberberg in Wiehl ausfindig gemacht worden. Ihren Ausflug mit dem schweren Reisemotorrad hat Hospizbewohnerin Eleonora Boss daher sehr genossen.

Die Dame hatte sich solch eine Fahrt mit ihrem Lieblingsmotorrad schon beim Einzug ins Hospiz gewünscht - und da dessen stellvertretender Pflegedienstleiter Kollege Marc Fricke-Wendeler ehrenamtlich beim Motorsportclub Drabenderhöhe-Bielstein als Beisitzer tätig ist, hatte er bei dem Verein einfach mal nachgefragt. Dessen Vize-Vorsitzender Jürgen Schell forschte über den ADAC weiter und stieß auf den Gold Wing Club Deutschland und dessen Mitglied Dirk Kämke aus Bergneustadt.

Laut jubelnd im Beiwagen zur Bigge

Der Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes hat nicht lange gezögert und mit Kollegen die Schicht getauscht, die er eigentlich an diesem Samstag angetreten hätte. Mit der Dame aus dem Hospiz fuhr Dirk Kämke dafür dann von Wiehl zur Bigge-Talsperre und genoss dort mit ihr die Aussicht auf das Wasser.

„Bei der Fahrt hat sie oft jubelnd die Hände hochgerissen“, schildert er. Sie selbst sei früher mit ihrem Vater auf einer Adler Triumph unterwegs gewesen, erzählt Hospizbewohnerin Eleonore Boss. Der Besitz einer Goldwing sei ihr lebenslanger Traum gewesen, den sie leider nie habe realisieren können. Dafür hatte sie aber schon beim Einzug ins Hospiz ein Modell dieses Motorrads mitgebracht und in ihrem Zimmer aufgestellt.