26.02.2026 | Regionalverband Mittelfranken

Wenn der Präsident Fragen hat

Johanniter geben Einblicke in die Angebote vor Ort

Mitte Februar stattete Volker Bescht, Präsident der Johanniter-Unfall-Hilfe, den Johannitern im Regionalverband Mittelfranken einen mehrtägigen Besuch ab. Auftakt bildete die Regionalgeschäftsstelle in Nürnberg, wo bei einem gemeinsamen Imbiss erste Gespräche stattfanden. Gut gestärkt besichtigte Bescht die Rettungswache und den umfangreichen Fuhrpark des Bevölkerungsschutzes, des Sanitätsdienstes und des Rückholdienstes.

Anschließend stand die Johanniter-Obdachlosenunterkunft „QuarTier“ für Menschen mit Hund auf dem Programm. Dort wurden nicht nur die besonderen Wohnangebote erläutert, sondern auch das mobile Beratungsangebot „FRANZ“ vorgestellt. „FRANZ“ stellt eine wichtige Anlaufstelle für wohnungslose Menschen in Nürnberg darstellt.

Ergotherapie, Logopädie und Bevölkerungsschutz in Schwabach

Der Besuch setzte sich in Schwabach mit einer Besichtigung der Praxis für Ergotherapie und Logopädie fort. In den Räumen zeigte Dagmar Eberle, wie umfassend und abwechslungsreich die Aufgaben mit den Kundinnen und Kunden in der Praxis sind. Am Abend folgte ein Programmpunkt beim Bevölkerungsschutz: Im Zentrum des Interesses stand der Einsatzleitwagen mit seiner technischen Ausstattung. Bei einem gemeinsamen Abendessen bot sich ausreichend Zeit für vertiefende Gespräche mit Ehren- und Hauptamtlichen.

Trauerarbeit für Kinder: Lacrima in Langwasser 

Am zweiten Tag führte der Weg nach Nürnberg-Langwasser ins Johanniter-Trauerzentrum „Lacrima“. Die Leiterin, Ursula Gubo, zeigte die Räumlichkeiten und erklärte die besondere Bedeutung der kindlichen Trauerarbeit. Lacrima macht deutlich, wie spezialisierte Begleitung für trauernde Kinder und ihre Familien lokal verankerte Hilfe ermöglicht.

Herausforderungen und Ausblick 

Die Nachfrage nach Obdachlosenhilfe, Bevölkerungsschutz, Trauerarbeit sowie ergotherapeutischen und logopädischen Leistungen ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Diese Entwicklung bringt neue Anforderungen an Planung, langfristige Projektausrichtung und die Gewinnung von Ehren- und Hauptamtlichen mit sich. Auch die gesamtgesellschaftliche Lage in Deutschland und Europa beeinflusst die Arbeit vor Ort. Volker Bescht betonte die Bedeutung des Zusammenhalts: „Wir können mit einem Selbstverständnis sagen, wir schaffen das. Wenn wir in Europa so stark zusammenhalten, kann uns nichts auseinanderreißen.“ Bei seinem Besuch zeigte er großes Interesse an den Angeboten in Mittelfranken und begegnete den Helferenden offen und nahbar.