Unterstützung für den Rettungsdienst Lübeck
Die Hilfsorganisationen DRK, ASB und Johanniter bilden insgesamt zwölf neue Rettungssanitäterinnen und -sanitäter aus
Zwölf Auszubildende haben am 19. Oktober 2026 ihre Qualifikation zu Rettungssanitäterinnen und Rettungssanitätern begonnen. Die Hilfsorganisationen Deutsches Rotes Kreuz e.V., Arbeiter-Samariter-Bund e.V. und Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. wollen damit den Rettungsdienst in Lübeck stärken und zusätzliche Fachkräfte für die Versorgung von Patientinnen und Patienten gewinnen. Dass die drei Hilfsorganisationen die Qualifikation in dieser Größenordnung gemeinsam durchführen, ist bislang einmalig.
Fünf der angehenden Rettungssanitäterinnen und Rettungssanitäter werden künftig bei den Johannitern eingesetzt, fünf beim DRK und zwei beim ASB. Den theoretischen Unterricht übernimmt die DRK-Rettungsdienstschule Schleswig-Holstein in Lübeck. Dort kamen die zwölf Teilnehmenden am Montagmorgen erstmals zusammen.
So setzt sich die Ausbildung zusammen
Die Qualifikation umfasst 280 Stunden theoretische Ausbildung einschließlich Simulationstraining von Einsätzen und Prüfung, 80 Stunden Praktikum im Krankenhaus und 160 Stunden Praktikum auf einer Rettungswache. Hinzu kommen Fahrstunden für den Führerschein Klasse C1 sowie 100 Einsätze als dritte Person auf einem Rettungswagen. Nach Abschluss der Qualifikation unterstützt der Nachwuchs die Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitäter als zweite Einsatzkraft auf dem Rettungswagen. Darüber hinaus übernehmen die späteren Mitarbeitenden Aufgaben im Krankentransport. Auch ehrenamtlich eröffnen sich vielfältige Einsatzmöglichkeiten, beispielsweise im Katastrophenschutz.
„Es ist etwas Besonderes, dass sich so viele junge Menschen für diese wichtige Aufgabe qualifizieren und künftig Verantwortung in der Notfallrettung und im Krankentransport übernehmen. Für uns bedeutet das zugleich eine wertvolle Verstärkung, denn der Bedarf im Rettungsdienst ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Allein 2025 fuhren wir Johanniter 8.500 Notfalleinsätze und transportierten 13.700 Patientinnen und Patienten“, sagt Matthias Rehberg, zuständiger Bereichsleiter bei den Johannitern. „Der Dank der Hilfsorganisationen gilt außerdem der Berufsfeuerwehr Lübeck und den Krankenkassen, die die Qualifikation dieser großen Gruppe unterstützt.“