Rettungshundestaffel

Such und hilf!

Das ist das Zauberwort, bei dem Hund und Mensch im Team zu Hochform auflaufen. Wenn das freudige Bellen des Hundes einen Fund anzeigt und ein vermisster Mensch gerettet werden kann, entschädigt das mit Leichtigkeit für all die investierte Mühe und Zeit.

Denn für diesen Einsatz trainieren unsere Ehrenamtlichen zwei Mal wöchentlich. Und das machen sie gerne, weil sie sich mit ihrem Hund sinnvoll engagieren können, anderen im Notfall helfen möchten und außerdem das Arbeiten in der Gemeinschaft der Ehrenamtlichen lieben.

Die Ausbildung

Die ehrenamtlichen Hundeführer und ihre Tiere werden von uns ausgebildet, und dabei setzen sie während vieler Stunden in Theorie und Praxis ein.

Die Ausbildung für die Hundeführerinnen und -führer umfasst:

  • Teilnahme am Kurs zum Sanitäts- und Katastrophenschutzhelfer
  • Erste Hilfe am Hund
  • Unterricht in der Kynologie, der Lehre vom Hund
  • Einsatztaktik
  • Orientierung, Umgang mit Karte, Kompass und Funk
  • Organisation eines Einsatzes
  • Unfallverhütung, Sicherheit beim Einsatz
  • Aufbau und Struktur der Johanniter-Unfall-Hilfe
  • Versicherung und Recht
  • zwei Mal in der Woche Training auf dem Hundeplatz oder im Gelände

Voraussetzungen bei den interessierte Menschen:

Sie sollten teamfähig und sportlich sein, außerdem psychisch und körperlich belastbar. Es sollen keine chronischen Erkrankungen sowie die Angst vor engen Räumen, Insekten oder Dunkelheit vorliegen. Bringen Sie Zeit für die Einsätze mit und sprechen ihr Engagement mit Familie und Arbeitgeber ab.


Voraussetzungen bei den Hunden:

  • Stockgröße zwischen 30 und 70 Zentimetern
  • gute Prägung und Grunderziehung
  • gute Bindung an den Hundeführer
  • haftpflichtversichert, entwurmt und frei von Parasiten
  • aufmerksam, motiviert und ausdauernd
  • lauffreudig, kletterfreudig
  • aufmerksame Teilnahme an der Umwelt
  • menschenfreundlich, neutral gegenüber anderen Hunden
  • gewöhnt an das Autofahren und den Aufenthalt in Fahrzeugen

Zum Abschluss der Ausbildung erfolgt die Prüfung nach der gemeinsamen Prüfungs- und Prüferordnung  für Rettungshundeteams von Johannitern, Maltesern, ASB, DRK und THW.

Das Suchen und Retten

Ein Kind wird vermisst! Auf der gemeinsamen Wanderung war es plötzlich spurlos verschwunden. Der dementiell veränderte Senior hat das Grundstück verlassen und wurde seit Stunden nicht mehr gesehen. Auch der junge Mann, der nur mal kurz joggen gehen wollte, kehrte bis zum Abend nicht zurück.

Solche Situationen machen uns bewusst, wie schnell wir aus der Sicherheit unseres gewohnten Lebens gerissen werden können. In allen diesen Fällen müssen die Betroffenen möglichst schnell gefunden werden. Erschöpfung, Unterkühlung und Sauerstoffmangel können sonst fatale Folgen haben.

Trotz hochmoderner technischer Hilfsmittel ist die Spürnase eines Hundes immer noch unübertroffen bei der Suche nach vermissten Personen.

Die Mitglieder unserer Rettungshundestaffeln trainieren regelmäßig mit ihren vierbeinigen Freunden die Suche. Die Arbeit stellt sowohl an die Zweibeiner als auch an ihre Hunde hohe Ansprüche: Beide müssen ein perfektes Team bilden, um bei ihrer schwierigen und auch oft gefährlichen Arbeit keine Fehler zu machen.