Pflege in der Ausnahmesituation

Stadtteil und Landkreis Harburg, 12. Mai 2020

Mitarbeiter in der Pflege – wie Daria Kasprzyk vom ambulanten Pflegedienst der Johanniter in Salzhausen/Winsen – versorgen während der Coronapandemie tagtäglich die Risikogruppe.

Am 12. Mai 2020 jährt sich der Geburtstag von Florence Nightingale, der Pionierin der Krankenpflege, zum 200. Mal. Anlässlich dieses besonderen Jahrestags würdigen die Johanniter die enorme Leistung, die von den Mitarbeitenden ihrer ambulanten Dienste, Kurzzeit- und Tagespflegen tagtäglich erbracht wird.

Oft die einzige direkte Verbindung zur Außenwelt

In der aktuellen Situation tragen sie ein noch höheres Maß an Verantwortung als zu normalen Zeiten: Pflegebedürftige Menschen müssen auch während der Corona-Krise versorgt werden – zugleich sind sie am meisten gefährdet, einen schweren Verlauf der Erkrankung Covid-19 zu erleiden. Aufgrund der Kontaktsperre müssen sie zum eigenen Schutz auf Besuche von Verwandten verzichten. Die Pflegenden sind somit oft die einzige direkte Verbindung zur Außenwelt. Zugleich leiden sie auch selbst unter den Einschränkungen des Alltags, die aufgrund der Corona-Krise erforderlich sind.

„Die Bedrohung durch das Coronavirus und die damit verbundenen Schutzmaßnahmen stellen eine außergewöhnliche Belastung für uns alle dar“, erläutert Thomas Edelmann, Vorstand im Regionalverband Harburg. „Für Pflegende bringt diese Sondersituation in vielfacher Hinsicht noch mehr Herausforderungen, das ist uns sehr bewusst. Daher möchten wir ihnen an dieser Stelle ausdrücklich danken und zugleich Mut und Zuversicht für die weitere Zeit zusprechen.“ Es sei begrüßenswert, dass der lebenswichtige Pflegeberuf derzeit ein hohes Maß an öffentlicher Aufmerksamkeit erfahre. Doch auch außerhalb einer Krisensituation sei er von immenser Bedeutung.

"Die Wertschätzung erhalten, die sie verdienen"

„Unser Wunsch ist es, dass die Menschen, die diesem wichtigen Beruf mit viel Hingabe und Sorgfalt nachgehen, langfristig die Wertschätzung erhalten, die sie verdienen“, betont Cindy Losch, Fachbereichsleitung Ambulante Pflege im Regionalverband Harburg. Die Johanniter im Regionalverband Harburg betreiben fünf ambulante Pflegedienste im Bezirk Harburg, in Buchholz, Seevetal, Salzhausen/Winsen und Lüneburg, je eine Tagespflege in Marmstorf und in Salzhausen sowie eine Kurzzeitpflege im Gesundheitszentrum Salzhauen.

Auch pflegende Angehörige stehen durch die Sondersituation unter Druck: „Sie gehen oftmals an ihr Limit, während ihre Arbeit weitestgehend unsichtbar bleibt. Auch sie verdienen höchsten Respekt für ihren täglichen Einsatz“, so Losch. Die Johanniter haben speziell für pflegende Angehörige ein kostenloses Online-Kursprogramm. Vier Themenbereiche stehen unter www.johanniter-pflegecoach.de zur Verfügung: „Grundlagen der häuslichen Pflege“, „Alzheimer und Demenz“, „Wohnen und Pflege im Alter“ sowie „Rechtliche Vorsorge für den Ernstfall“. Beachten Sie auch unsere speziellen Corona-Informationen auf unserer Homepage www.johanniter.de mit der Sonderseite Risikogruppe Großeltern.

Pressestelle: Sonja Schleutker-Franke

Johanniter-Unfall-Hilfe e.V.
Regionalverband Harburg
Bahnhofstr. 5
21376 Salzhausen