Johanniter helfen mit „Zuwarmi“-Aktion

Bad Oeynhausen, 04. August 2018

6 Helferinnen und Helfer der Johanniter aus dem RV Minden-Ravensberg sind am 03.08.2018 im Einsatz gewesen, um kostenlos Wasser an die Menschen auszugeben, die derzeit unter der extremen Hitze leiden. Einsatzleiter Yves Laufer, Leiter der Motorradstaffel: „Wir helfen ganz konkret mit Trinkwasser, aber geben auch individuelle Tipps zum Umgang mit der Hitze.“

Die Trinkpäckchen wurden auf dem Vorplatz vom Bad Oeynhausener Nord-Bahnhof von den Passanten gerne angenommen: „Danke vielmals, das tut gut!“, war die häufigste Reaktion. Innerhalb von anderthalb Stunden waren bereits 240 Getränke verteilt.

„An solch heißen Tagen sollte man als Erwachsener gut einen Liter mehr trinken“, sagt der 54-jährige Sanitäter. „Das haben wir zuletzt bei den Sanitätsdiensten bei Musikfestivals bemerkt, wo wir den Besuchern bei der Hitze mit Wasser aushelfen mussten.“

Bei der „Zuwarmi“-Aktion handelt es sich um eine landesweite Aktion der Johanniter in NRW mit vielen Standorten, die im Regionalverband Minden-Ravensberg natürlich unterstützt wird.

Hintergrund: Hitze-Tipps

Nicht für jeden bedeutet die Sommerwärme pures Vergnügen. Bei Temperaturen über 30 Grad Celsius kann es für den Organismus äußerst anstrengend oder sogar lebensgefährlich werden – es droht der Hitzekollaps. Davon betroffen sind vor allem Ältere und chronisch kranke Menschen, aber auch jüngere Menschen sollten sich vor Hitzschlag, Sonnenstich und Hitzeerschöpfung wappnen. Wie man sich am besten schützt und was im Notfall zu tun ist, erklären die Johanniter.

Wenig Bewegung, nicht rausgehen, viel trinken – damit helfen Sie Ihrem Körper am besten, sich gegen Überhitzung zu schützen. Unsere Tipps:

  • Halten Sie sich möglichst in Gebäuden oder im Schatten auf.
  • Vermeiden Sie körperliche Anstrengungen, legen Sie bewusst Pausen ein.
  • Ideale Durstlöscher sind nicht-alkoholische Getränke wie Mineralwasser, ungesüßte Tees oder Saftschorlen mit zimmerwarmer Temperatur.
  • Tragen Sie luftige Kleidung und eine Kopfbedeckung.
  • Zwischendurch Hände, Nacken und Gesicht mit Wasser abkühlen.

Erste Anzeichen einer Hitzeerschöpfung sind Schwindel, Übelkeit, Kreislaufstörungen und das Gefühl, sich nicht mehr auf den Beinen halten zu können. Um drastische Temperaturstürze zu vermeiden, empfiehlt es sich, sanft die Körpertemperatur mit kalten Umschlägen zu senken. Für den Rest des Tages ist es wichtig, sich zu schonen.

Maßnahmen

Bei schwerer Überhitzung droht sogar Bewusstlosigkeit. Dann sind wichtige Erste-Hilfe-Maßnahmen zu beachten:

  • Bei einem Zusammenbruch umgehend den Rettungsdienst über die 112 verständigen.
  • Die betroffene Person in den Schatten bringen.
  • Falls nicht ansprechbar: die Atmung prüfen.
  • Stabile Seitenlage bei normaler Atmung, ansonsten umgehend Wiederbelebungsmaßnahmen durchführen.

Menschen ohne Bewusstsein dürfen keine Getränke verabreicht werden, sie könnten daran ersticken.

Die Johanniter empfehlen alle zwei Jahre das Erste-Hilfe-Wissen aufzufrischen.