01.07.2026 | Landesverband Baden-Württemberg

Erdbeben Venezuela - Medizinisches Nothilfeteam auf dem Weg

Am gestrigen Nachmittag ist das 27-köpfige medizinische Nothilfeteam in den Einsatz aufgebrochen. Auch eine Johanniter-Mitarbeiterin aus Ecuador ist im Erdbebengebiet eingetroffen.

Gruppenbild der 27 Helferinnen und Helfer, die ins Erdbebengebiet nach Venezuela reisen.

Auf Anforderung der venezolanischen Regierung und der Europäischen Kommission ist gestern das medizinische Nothilfeteam der Johanniter auf dem Weg ins Erdbebengebiet aufgebrochen. Mit dabei sind auch zwei medizinische und psychologische Fachkräfte von Malteser International. Das gesamte Team sowie 14 Tonnen Medikamente, Verbrauchsmaterial und Einsatzausrüstung wurden heute mit zwei Flugzeugen der Bundeswehr von Wunstorf aus ins Einsatzgebiet geflogen. Heute wird ihre Ankunft in Caracas erwartet.

Vor Ort wird ihnen von der venezolanischen Regierung ein Einsatzgebiet zugeteilt, in dem sie die medizinische Versorgung übernehmen. Beim Transport des Materials werden sie dann von Mitarbeitenden des Technischen Hilfswerkes unterstützt, die bereits im Land sind. "Die logistische Abwicklung am Fliegerhorst hat reibungslos funktioniert. Das war nur Dank eines sehr großen persönlichem Engagements der Bundeswehr, des Hauptzollamtes Hannover und unserer Helferinnen und Helfer möglich", sagt Oliver Pitsch, Johanniter-Einsatzleiter für Venezuela. "Die Logistik ist einer der entscheidenden Faktoren in dieser Phase eines Einsatzes, da innerhalb sehr kurzer Zeit enorme Mengen transportiert werden müssen."

Johanniter-Mitarbeiterin aus Ecuador angekommen

Bereits gestern reiste Edelweis Allue, Johanniter-Mitarbeiterin in Ecuador, nach Caracas. Mit dem nationalen Partner AVESA koordiniert sie vor Ort erste Nothilfemaßnahmen in Notunterkünften, insbesondere mit Blick auf den Schutz und die psychosoziale Betreuung von Frauen, Mädchen und Kindern.

Hintergrund

Das medizinische Team der Johanniter besteht aus Ärzten, medizinischem Fachpersonal sowie Experten für Logistik und psychosoziale Nachsorge. Die Helferinnen und Helfer kommen aus den Johanniter-Landesverbänden Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Hamburg, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Sachsen-Anhalt. Der Einsatz in Venezuela wird vom Auswärtigen Amt und der Europäischen Union ko-finanziert.

Die Johanniter sind Mitglied bei Aktion Deutschland Hilft und rufen gemeinsam zu Spenden für die Betroffenen des Erdbebens auf:
Johanniter-Unfall-Hilfe e.V.
Stichwort: „Erdbeben Venezuela“
IBAN: DE94 3702 0500 0433 0433 00 (SozialBank)
Oder online unter: www.johanniter.de/spenden/jetzt-unterstuetzen/erdbeben-venezuela  

Aktion Deutschland Hilft
Stichwort: „Erdbeben Venezuela“
IBAN: DE62 3702 050000001020 30 (SozialBank)
 

Hinweis für Redaktionen:

Die Mitglieder des medizinischen Nothilfeteams stehen für Interviews zur Verfügung. Bitte kontaktieren Sie die Pressestelle in Berlin.
Pressekontakt: Juliane Flurschütz, stellv. Pressesprecherin, Tel.:0173 / 619 3409, medien(at)johanniter.de

Weitere Information über die Arbeit in Venezuela erhalten Sie hier: www.johanniter.de/erdbebenhilfe-venezuela