20.05.2026 | Landesverband Baden-Württemberg

Johanniter zum angekündigten Pakt für den Bevölkerungsschutz

„Pakt für Bevölkerungsschutz muss das Ehrenamt stärken“

mehrere Ehrenamtliche in Einsatzkleidung verladen technisches Gerät in einen LKW

Anlässlich der Vorstellung der Eckpunkte des „Pakts für den Bevölkerungsschutz“ durch Bundesinnenminister Alexander Dobrindt betont die Johanniter-Unfall-Hilfe eine nachhaltige Stärkung der ehrenamtlichen Strukturen im Bevölkerungsschutz.

Oliver Meermann, Mitglied des Bundesvorstandes der Johanniter-Unfall-Hilfe, erklärt: „Die angekündigten Milliardeninvestitionen können nur dann ihre Wirkung entfalten, wenn sie die Einsatzfähigkeit vor Ort tatsächlich stärken. Von daher begrüßen wir, die Rahmenbedingungen für ehrenamtliche Kräfte zu verbessern. Der Zukunftspakt Ehrenamt muss ebenso zügig und verlässlich auf den Weg gebracht werden wie die verbesserte Ausstattung für die Helfenden und der Ausbau der Aus- und Fortbildung der Einsatzkräfte.

Die Johanniter erwarten, dass die Hilfsorganisationen bei der Konkretisierung und Umsetzung des Zukunftspaktes Ehrenamt eng einbezogen werden.

Auch begrüßen wir, dass der Bund einen neuen Rechtsrahmen schaffen und die zivile und militärische Planung enger verzahnen will. Bevölkerungsschutz ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Bund, Länder, Kommunen und Hilfsorganisationen müssen dabei eng und verlässlich zusammenarbeiten. Das koordinierte Zusammenwirken der Ebenen und Ressorts muss gewährleistet werden, damit der Bevölkerungsschutz vor Ort effektiv wirken kann – in Verteidigungs- und Kriegsszenarien ebenso wie bei Pandemien oder Extremwetterereignissen. Die Strukturen, die wir heute stärken, müssen in allen Krisenlagen schnell, koordiniert und verlässlich helfen können.“