112 - Europäischer Tag des Notrufs
Die 112 ist nicht nur in Deutschland die Notrufnummer für den Rettungsdienst. Der Notruf kann europaweit in 43 Ländern rund um die Uhr vom Festnetz und vom Handy aus abgesetzt werden. Wann sollte der Notruf gewählt werden?
Anlässlich des europäischen Tags des Notrufs am 11. Februar erläutert Jan Brühl, Rettungsdienstleiter der bergischen Johanniter: „Die 112 ist bei Unfällen und akuten lebensbedrohlichen Notfällen zu wählen, z. B. bei Bewusstlosigkeit, allergischen Schockreaktionen, akuter Atemnot, Anzeichen eines Herzinfarkts oder Schlaganfalls. Auch wenn es brennt oder die Situation unklar, aber augenscheinlich lebensbedrohlich ist, ist 112 die richtige Notrufnummer.“ Für nicht lebensbedrohliche Beschwerden steht in Deutschland der ärztliche Bereitschaftsdienst unter 116 117 zur Verfügung.
Der Notruf - 112:
Die Disponenten in der Leitstelle nehmen den Notruf an und führen durch das Gespräch. Sie stellen unter anderem folgende Fragen:
- Wo ist der Notfall?
- Was ist passiert?
- Wie viele Verletzte oder Erkrankte gibt es?
- Welche Symptome oder Verletzungen liegen vor?
Wichtig ist, erst nach Aufforderung des Disponenten aufzulegen. Somit ist sichergestellt, dass alle wichtigen Informationen übermittelt werden.
Die 112 ist ein wichtiges Glied der Rettungskette
Besonders bei einer schweren Verletzung oder einem Herzstillstand kommt es darauf an, frühzeitig den Rettungsdienst zu rufen. Eine schnelle und lückenlose Versorgung ist hierbei besonders wichtig. „Die wichtigsten Erste-Hilfe-Maßnahmen sollte daher jeder kennen und anwenden können, um die Zeit bis zum Eintreffen der professionellen Hilfe des Rettungsdienstes zu überbrücken“, so Jan Brühl weiter.
Erste Hilfe richtig anwenden
Nachdem der Notruf getätigt wurde, ist die Anwendung von Erste-Hilfe-Maßnahmen überlebenswichtig. Durch Erste-Hilfe-Training kann im Ernstfall die Hemmschwelle gesenkt werden und Überlebenschancen gesteigert werden. So zählt z.B. bei einem Herzstillstand jede Sekunde. Die Überlebenschance sinkt pro Minute ohne Reanimation um etwa 10 Prozent.
Die wichtigsten Handgriffe der Ersten Hilfe lernt man am besten in einem Erste-Hilfe-Kurs. Damit diese im Notfall ohne langes Nachdenken abgerufen werden können, raten die Johanniter, die eigenen Erste-Hilfe-Kenntnisse regelmäßig aufzufrischen – am besten alle zwei Jahre. Weitere Informationen unter https://www.johanniter.de/erstehilfe. Termine für Erste-Hilfe-Kurse der bergischen Johanniter in Hilden, Ratingen, Remscheid, Solingen und Wuppertal findet man unter www.johanniter.de/az-bergischesland .
Das Bildungsportal der Johanniter bietet unter https://bildungsportal.johanniter.de weiterführende Informationen und digitale Kursangebote zur Ersten Hilfe.