Ein festliches Weihnachtsessen im „Kochkessel“
Gemeinsam gegen Einsamkeit: Mit viel Herzblut und Engagement boten die Johanniter rund 100 Seniorinnen und Senioren im Leipziger Kochkessel einen Nachmittag voller Wärme und Hoffnung.
In der Weihnachtszeit allein sein? Nicht im „Kochkessel“ Leipzig! Am 12. Dezember erlebten rund 100 Seniorinnen und Senioren einen besonderen Nachmittag voller Gemeinschaft, Herzlichkeit und festlichem Essen. Im stimmungsvoll dekorierten Speiseraum der Kantine servierte das Team der Johanniter-Dienste GmbH ein erstklassiges Menü aus Gänsekeule, Klößen, Rotkraut und Rosenkohl.
Zahlreiche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Landesgeschäftsstelle in Leipzig stellten als Service-Personal sicher, dass sich jeder Gast willkommen und umsorgt fühlte. Gemütliche Musik, geschmückte Tische und strahlende Gesichter sorgten für weihnachtliche Stimmung.
Ein unerwartet emotionaler Moment war die spontane Rede von Bärbel Helmert, die das Team mit einer eigens gesammelten Spende überraschte. Bärbel ist seit April selbst regelmäßiger Gast und mittlerweile ein echtes Gesicht des Projekts: „Was ihr hier macht, ist nicht mit Gold aufzuwiegen“, resümierte die Rentnerin das Engagement der Johanniter bei der Übergabe der Spende an Christian Rau, Bereichsleiter Catering im "Kochkessel". Worte, die unter die Haut gehen. Ihre solidarische Geste wird selbstverständlich zur Weiterführung des Seniorenessens eingesetzt.
Welche Strahlkraft das „Essen gegen Einsamkeit“ hat, zeigte die hohe Medienpräsenz. MDR drehte für „MDR um Zwei“ sowie „MDR um Vier“ und auch die LVZ war vor Ort. Die allgemeine Meinung: Toll, was hier für die Menschen auf die Beine gestellt wird. Das spürten auch Helferinnen wie Susan Lanewsky: „Eigentlich muss das jeder Mitarbeiter einmal miterleben. Es ist ergreifend, welche Freude so ein Nachmittag den Gästen bringt“, fasst sie die Stimmung an diesem Freitag zusammen.
Als besonderes Highlight überbrachte die Johanniter-Jugend zusammen mit Regionaljugendleiter René Kolleßer das Friedenslicht und überreichte die „Post gegen Einsamkeit“ - liebevoll gestaltete Weihnachtsbriefe für einsame Seniorinnen und Senioren. Das Projekt wurde 2024 vom Zentrum für Lehrerinnenbildung der Universität Leipzig initiiert und wird von den Johannitern unterstützt. In diesem Jahr entstanden circa 5.000 Briefe an 280 Schulen in ganz Sachsen – mit Botschaften voller Hoffnung und Wertschätzung. „Es ist schön zu sehen, wie sich die Menschen freuen, wenn sie ihre Briefe bekommen“, beschreibt Finn Funke, Mitglied der Johanniter-Jugend, den Moment der Übergabe.
Für viele, wie Sonja Walther, ist diese Veranstaltung weit mehr als ein Festessen: „Zu Hause wäre ich allein“, sagt die 77-Jährige sichtlich ergriffen. „So kann ich mit den Johannitern feiern und treffe viele Gleichgesinnte.“ Gemeinsam wird an diesem Nachmittag gesungen, gelacht und das Zusammensein in vollen Zügen genossen.
Das Weihnachtessen ist Teil eines regelmäßigen Angebots der Johanniter gegen Einsamkeit. Jeden Freitag werden im Kochkessel 25 kostenfreie Mahlzeiten für alleinstehende und bedürftige Seniorinnen und Senioren ausgegeben. „Wir haben das Thema Einsamkeit das ganze Jahr im Fokus“, erklärt Johanniter-Sprecher Sebastian Späthe. „Unser Vorstand möchte das Ganze erweitern und mehr Leute erreichen. Die Aktion ‚Post gegen Einsamkeit‘ passte perfekt dazu.“
Möglich wurde dieses besondere Fest nicht zuletzt durch die großzügige Unterstützung der Präg GmbH, die das Projekt mit 2.500 Euro förderte, sowie durch den Verzicht der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Landesgeschäftsstelle auf Weihnachtsgeschenke zugunsten der Aktion. Vielen Dank für die Unterstützung!
Alle Beteiligten freuen sich, dass die Johanniter auch weiterhin jeden Freitag 25 kostenlose Mahlzeiten für Seniorinnen und Senioren anbieten können. Gerade in Zeiten, in denen viele Menschen allein sind, bleibt jede Form der Unterstützung wichtig.
Wer helfen möchte, das Projekt weiter zu ermöglichen, kann unter johanniter.de/einsaminsachsen spenden.