Johanniter beenden Dienstverhältnis nach Hasskommentaren im Netz
Das Dienstverhältnis eines Mitarbeiters der Johanniter wurde aufgrund von image- und geschäftsschädigendem Verhalten im Internet beendet.
Am 31.08.2026 gingen im LV Sachsen erste Hinweise über schwerwiegende Hasskommentare eines Rettungsdienstmitarbeiters der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. in den sozialen Medien ein. Hinweisgeber waren die Portale "Hogesa" auf Instagram sowie "Aktivismuss" auf Facebook. Nach interner Prüfung wurde das Dienstverhältnis beendet.
Die Kommentare richteten sich in diffamierend-abwertender Weise gegen eine bekannte Sängerin sowie gegen die sexuelle Orientierung weiterer Personen und enthielten sowohl rassistische als auch sexistische Äußerungen. Der Rettungssanitäter zeigte in seinen Profildetails eindeutig, dass er beruflich der JUH zugehörig ist. Den beiden Postings folgten in kürzester Zeit mehrere tausend Reaktionen, Screenshots davon wurden unzählige Male geteilt.
Die öffentlich getroffenen Aussagen stehen diametral zu dem Leitbild der Johanniter und widersprechen maßgeblich unseren Werten. Das Verhalten des Mitarbeiters war in hohem Maße image- und geschäftsschädigend und ist sowohl durch den Bezug zu den Johannitern als Arbeitgeber als auch aufgrund der Schwere der Aussagen nicht als private Meinung abzutun.
"Aus Liebe zum Leben" ist für die Johanniter nicht nur ein Slogan, sondern gelebtes Selbstverständnis. Johanniter stehen für Demokratie, Toleranz, Vielfalt und Menschlichkeit. Wir distanzieren uns von jedweder Form von Rassismus und Sexismus. Diffamierende und beleidigende Aussagen haben bei den Johannitern und in der Arbeit mit Menschen keinen Platz.