Kinderfest statt Sektempfang
Zum 20-jährigen Jubiläum verzichtet die Johanniter-Dienste Sachsen GmbH auf Sekt und Stehempfang – und schenkt Kindern und Senior*innen stattdessen ein buntes Fest im Kinderheim Machern.
Samstagnachmittag in Machern bei Leipzig. Die Sonne gibt ihr Bestes und sorgt für hochsommerliche Temperaturen. Beste Bedingungen für eine Feier zum 20. Firmenjubiläum! Doch wo sich viele mit Häppchen und kalten Getränken belohnen, geht die Johanniter-Dienste Sachsen GmbH - kurz „JoDi“ - andere Wege. „Wir möchten etwas zurückgeben“, erklärt Prokuristin Stephanie Reh, während sie mit strahlenden Augen auf dem Hof des Kinderheims in Machern steht und ergänzt: „Wir veranstalten heute ein Kinderfest mit Workshops, Zaubershow, Ponyreiten und kindgerechtem Catering mit Burgern, Bratwurst und süßen Crépes“.
Auf dem gesamten Gelände wuseln etliche Mitarbeitende der JoDi und viele weitere Johanniter aus der Landesgeschäftsstelle Sachsen umher und treffen letzte Vorbereitungen – ehrenamtlich und voller Elan! Steine zum Bemalen werden auf Tischen verteilt, Glitzerstifte ausgelegt, eine Hüpfburg aufgeblasen und die ersten Würste und Patties auf den Grill gelegt. „Dass jemand zum eigenen Jubiläum an uns herantritt und so ein Angebot für die Kinder bietet, ist für uns bisher einmalig“, freut sich Geschäftsführer des Kinderheims Machern Sebastian Kalamorz. „Wir freuen uns riesig, was hier auf die Beine gestellt wird, um unseren Kindern ein unvergessliches Wochenende zu bereiten“, so Kalamorz weiter.
Eine weitere Besonderheit: Auch viele Seniorinnen und Senioren mischen sich unter die Gäste. Denn die JoDi engagiert sich in vielen Projekten auch gegen Einsamkeit im Alter. Zum Beispiel mit kostenlosen Mittagessen in der Kantine „Kochkessel“ in Leipzig, Tanzabenden oder besonderen Ausflügen wie an diesem Wochenende. Schnell mischen sich die Älteren unter die jüngere Gesellschaft und genießen das Fest sichtlich. „Es ist so schön zu sehen, wie viel Spaß die Kinder haben – und wir sehen so auch mal etwas anderes“, kommentiert eine ältere Dame begeistert die Aktion.
An den Ständen können Junge wie Ältere Holzfiguren basteln, Häkeln lernen, sich bunte Tattoos aufmalen oder als witzige Tiere schminken lassen. Im Hintergrund brutzeln Burger, werden hauchdünne Crépes ausgebacken, während laute Partymusik für die richtige Stimmung sorgt. Beim Dosenwerfen pfeffert ein kleiner roter Ball gekonnt alles um, was mit einer Handvoll Süßigkeiten und freudigem Kinderlachen honoriert wird. „All das wäre ohne das Engagement meiner Mitarbeitenden gar nicht möglich gewesen“, zeigt sich Stephanie Reh berührt. „Darauf bin ich enorm stolz und möchte ganz deutlich Danke sagen“, so Reh weiter, während nebenan Rettungssanitäter Pierre Zielke aus dem RV Meißen/Mittelsachsen die wichtigen Grundlagen der Ersten-Hilfe sowie der richtigen Wiederbelebung erklärt.
„Es macht Spaß, den Kindern die ganze Technik zu erläutern und Tipps zu Erster Hilfe mit auf den Weg zu geben“, entgegnet er fröhlich und schiebt gemeinsam mit einem Jungen aus der Einrichtung die große Krankentransportliege zurück in den RTW. Das Interesse am Fahrzeug ist groß und Pierre muss schnell weiter, um die nächsten Fragen zu beantworten, während um ihn herum riesige Seifenblasen durch die Luft gewirbelt werden.
Auch bei den Ponys und in der Hüpfburg herrscht reges Treiben und überall sieht man fröhliche und ausgelassene Gesichter. Dieses Jubiläum war ein voller Erfolg. Veranstaltungen wie diese zeigen, wie wichtig sozialer Zusammenhalt und Engagement sind. Generationen finden zueinander, geben sich Halt und Mut und machen deutlich, dass es oft nicht viel braucht, um Menschen ein klein wenig glücklicher zu machen.