Johanniter-Rettungshunde legen Prüfung ab

Osnabrück/Stormarn/Schleswig, 17. September 2013

Hundeführer und ihre Spürnasen beweisen Können bei der Flächensuche

Die Rettungshundestaffeln der Johanniter-Unfall-Hilfe absolvierten am Wochenende vom 14. bis 15. September ihre Prüfungen in Osnabrück. An beiden Tagen trafen sich die zwei- und vierbeinigen Helfer zur zentralen Rettungshundeteamprüfung „Flächensuche“. Es nahmen 24 Teams teil, darunter auch Teams aus den Johanniter-Rettungshundestaffeln aus Schleswig und Stormarn.

 

Nach Abschluss der Prüfungen konnten sich insgesamt 14 der gemeldeten Teams über ihr Bestehen und eine Zertifizierung ihrer Leistung freuen. Die Stormarner Johanniterinnen Corinna Bans mit Hund Paul und Sabine Wisniewski mit Ebbi haben die anstrengende Prüfung ebenso erfolgreich bestanden wie Jörg Oestreich, Leiter der Rettungshundestaffel Schleswig, der mit seinem vierbeinigen Partner Snorre zur Prüfung angetreten war. Die drei Teams freuen sich nun über die Zertifizierung damit verbundene Bescheinigung der Einsatzfähigkeit für die Vermisstensuche in der Fläche.

 

Die Prüfung für die Flächensuche beinhaltet nach einem Theorieteil praktische Aufgaben im Gelände. Im Verweistest zeigen die Tiere ihrem Hundeführer an, dass sie eine Person gefunden haben und verbellen diese – ohne sie zu bedrängen oder zu belästigen – solange bis der Hundeführer die Versorgung der Person übernehmen kann. Danach folgt der Gehorsamstest, bei dem es auf das gute Zusammenspiel zwischen Zwei- und Vierbeiner ankommt. Neben Sitz, Steh und Platz gehören auch das Vorausschicken oder Ablegen des Hundes sowie das angemessene und unauffällige Verhalten in einer Menschengruppe mit und ohne fremde Hunde. Nach erfolgreichem Bestehen dieser Prüfungsteile, müssen die Teams als letzten Part ihre Leistung in einem mindestens 30 000 m² großem Waldgelände unter Beweis stellen. Dabei suchen die Hunde im Wald versteckte Personen, die vermisste oder hilflose Menschen darstellen, und müssen sie ihrem Hundeführer anzeigen. Für diese Aufgabe haben Mensch und Tier 20 Minuten Zeit.

 

Die Johanniter-Rettungshundestaffeln sind an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr einsatzbereit. Als Fachdienst im Rahmen des Bevölkerungs- und Katastrophenschutzes betreiben die nach DIN 13050 zertifizierten Rettungshundeteams in Zusammenarbeit mit der Polizei und den Feuerwehren die Personensuche nach lebenden Vermissten. Nur mit gültiger Zertifizierung dürfen Hundeführer mit ihren Tieren in einen Einsatz, um nach Vermissten zu suchen, in der Fläche oder unter Trümmern. Alle 18 Monate müssen die Teams erneut beweisen, dass sie für diese Aufgaben geeignet sind. Ein Rettungshundeteam kommt überall dort zum Einsatz, wo moderne technische Einsatzmittel für eine sichere Absuche nicht ausreichen und auch in Ketten vorgehende Suchmannschaften möglicherweise an ihre Grenzen stoßen.

Impressionen

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