Nothilfe Ukraine

Millionen Menschen, vor allem Frauen und Kinder, mussten aus ihrer Heimat fliehen und brauchen unsere Unterstützung. Wir helfen vor Ort und in Deutschland.

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Hilfe für die Ukraine

Der Krieg in der Ukraine dauert an – Millionen Menschen sind bereits vor Raketenangriffen und Artilleriefeuer geflüchtet. Nach Angaben des UN-Flüchtlingskommissariats (UNHCR) sind 7,9 Millionen Menschen seit Beginn des russischen Angriffskriegs aus der Ukraine geflohen, darunter auch sehr viele Kinder und Jugendliche. In den kommenden Monaten könnten es noch mehr werden, da dem Land ein extrem harter Winter bevorsteht: Kein Wasser, kein Strom, keine Heizung – vielerorts ist die Lage dramatisch. Jede Spende hilft uns, vor Ort und in Deutschland zu unterstützen.

Mithilfe unseres großen Partnernetzwerks setzen wir vor Ort gezielt Hilfsmaßnahmen um. So haben bereits über Hunderte von Transportern der Johanniter mit Hilfsgütern die Ukraine und angrenzende Nachbarländer erreicht. In Deutschland sind wir an mehr als 70 Standorten mit dem Betrieb von Notunterkünften, der Verpflegung sowie der medizinischen und sozialen Betreuung aktiv.

Gleichzeitig sind wir sehr besorgt über die weltweit steigenden Nahrungsmittel-, Öl- und Gaspreise, die auch viele unserer Projektländer hart treffen. Erfahren Sie hier mehr über die aktuelle Situation im Libanon und im Südsudan.

So helfen wir in der Ukraine

Dank unserer Partner, ELEOS und NEW DAWN, konnten wir seit Beginn der Eskalation schnell reagieren und Hilfsmaßnahmen für Ukrainerinnen und Ukrainer koordinieren.

Aktuelle Aktivitäten der Johanniter in der Ukraine:

  • Wir leisten in 72 Dörfern entlang der Frontlinien im Süden und Südosten der Ukraine Soforthilfe mit Nahrungsmitteln, Hygieneartikeln und Generatoren für Strom.
  • Wir konzentrieren uns aktuell auf die Versorgung von intern Vertriebenen in der Ukraine. In 13 Städten, wie Dnipro, Poltawa oder Butscha, helfen die Johanniter mehr als 47.300 Familien, also mehr als 140.000 Menschen, mit Nahrungsmittelpaketen, Mahlzeiten und Hygieneartikeln sowie mit psychosozialen Angeboten.
  • Parallel beliefern wir ukrainische Krankenhäuser mit Medikamenten, medizinischem Verbrauchsmaterial und Krankenbetten, um auch hier die Versorgung für Erkrankte und Verletzte sicherzustellen. So konnten in den vergangenen Monaten bereits über 40 medizinische Einrichtungen landesweit von uns beliefert werden.
  • Rettungskräfte der Johanniter kümmern sich um Patiententransporte erkrankter ukrainischer Kinder. Bisher konnten 80 Patientinnen und Patienten in Spezialkliniken nach Deutschland gebracht werden, darunter 73 krebserkrankte Kinder.

Hilfe an der Front

In 72 Dörfern entlang der Frontlinien im Süden und Südosten der Ukraine leisten die Johanniter gemeinsam mit der Partnerorganisation NEW DAWN Soforthilfe mit Nahrungsmitteln, Hygieneartikeln und Generatoren für Strom. Wir helfen vor Ort, um das Leid der betroffenen Bevölkerung zu lindern. Hier wurden die Häuser zerstört, es gibt keine Elektrizität, Wärme, Lebensmittel, sauberes Wasser oder medizinische Versorgung. Die Dagebliebenen oder an die Front Vertriebenen versorgen wir mit wichtigen Hilfsgütern. Auch konnte in einigen Regionen das Internet wiederhergestellt werden. So ist es durch den Krieg getrennten Familien erstmals seit Monaten wieder möglich, miteinander in Kontakt zu treten.

„Die Geschichten der Menschen, die nach Monaten blinzelnd aus den Kellern kommen und das erste Mal Hilfe empfangen, sind emotional sehr schwer zu verkraften. Es sind Geschichten von verlorenen Kindern, von Krankheit, Angst und Hunger.“
– Philipp Francke, Johanniter und Initiator von NEW DAWN Die ukrainische NGO leistet seit Kriegsbeginn humanitäre Unterstützung für die Bevölkerung.

Nothilfe Ukraine: Ihre Spende zählt!

Wir kümmern uns um die Verteilung lebenswichtiger Hilfsgüter in der Ukraine, den angrenzenden Nachbarländern und in Deutschland. Bitte unterstützen Sie uns dabei!

Nothilfe Ukraine: Ihre Spende zählt!

Wir kümmern uns um die Verteilung lebenswichtiger Hilfsgüter in der Ukraine, den angrenzenden Nachbarländern und in Deutschland. Bitte unterstützen Sie uns dabei!

Spendenkonto: Johanniter-Unfall-Hilfe e.V., BIC: BFSWDE33XXX, IBAN: DE94 3702 0500 0433 0433 00, Bank für Sozialwirtschaft, Stichwort: Ukraine

Aktivitäten der Johanniter an den ukrainischen Grenzen

Laut Schätzungen des UN-Flüchtlingskommissariats (UNHCR) befinden sich derzeit circa 7,9 Millionen Menschen innerhalb der Ukraine auf der Flucht. 4,8 Millionen ukrainische Geflüchtete wurden in Europa registriert, die meisten davon in den Nachbarländern. In Rumänien, Ungarn, Polen und der Republik Moldau kommen weiterhin täglich Geflüchtete an. Die in diesen Ländern tätigen Johanniter-Partnerorganisationen unterstützen die ankommenden Menschen und kümmern sich um die Verteilung von dringend benötigten Hilfsgütern.

Einige der Johanniter-Maßnahmen in Nachbarländern der Ukraine im Überblick:

  • Seit dem 01. April bietet ein mobiles Psychologenteam unseres Partners CASMED Geflüchteten aus der Ukraine psychosoziale Unterstützungsdienste an. Mehrere Kinder und Erwachsene im Norden der Republik Moldau konnten mit CASMED-Teammitgliedern interagieren und die benötigte emotionale Unterstützung erhalten.
  • Wir versorgen Geflüchtete in der Republik Moldau mit Hilfsgütern und Lunchpaketen und unterstützen in der psychosozialen Betreuung.
  • Wir unterstützen die Johanniter in Ungarn bei der Ausstattung von Unterkünften und der Versorgung von Geflüchteten an der ukrainischen Grenze.
  • Logistik-Expertinnen und -Experten der Johanniter unterstützen das Logistik-Cluster der UN in Krakau. Hier werden Notfalleinsätze zentral koordiniert.
  • Wir prüfen kontinuierlich die Möglichkeiten zum Ausbau unserer Unterstützung mit unseren Partnern, zum Beispiel in Rumänien, Polen oder der Republik Moldau, um längerfristige Projekte vor Ort umsetzen zu können.

Sachspenden

Derzeit haben die Koordinierung, der Transport und die Verteilung von medizinischem Material, Hygieneartikeln und Lebensmitteln für uns oberste Priorität. Hier ist der Bedarf sehr konkret, sodass wir Geldspenden nutzen, um Hilfsgüter in großen Mengen zu beschaffen und zu transportieren. Damit Hilfsorganisationen wie die Johanniter effektiv an den ukrainischen Grenzen Hilfe leisten können, möchten wir Sie bitten von der eigenen Sammlung und dem Transport von Sachspenden abzusehen.

„Leider werden die ukrainischen Grenzen mit Kleidung und anderen gespendeten Gegenständen überschwemmt. Am besten helfen können Sie mit einer Geldspende, die es den Helferinnen und Helfern ermöglicht, den ukrainischen Frauen, Männern und Kindern die bestmöglichste und effektivste Unterstützung zukommen zu lassen“, rät auch Susanne Wesemann, Leiterin der Johanniter-Auslandshilfe.

Interview mit Alin Ușeriu

Zusammen mit der rumänischen Partnerorganisation Tășuleasa Social setzen die Johanniter dringend benötigte Hilfe an der Grenze zur Ukraine um. Der Leiter Alin Ușeriu schildert im Interview die derzeitige Situation.

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Soforthilfe in Deutschland

In Deutschland sind alle Verbände der Johanniter in der Versorgung von ankommenden Geflüchteten aus der Ukraine aktiv. „Es kommen derzeit in erster Linie Frauen und Kinder, die Familienmitglieder und Freunde noch in der Ukraine wissen und häufig traumatische Erfahrungen gemacht haben“, sagt Anne Ernst, Geschäftsbereichsleiterin Krisenmanagement & Nothilfe der Johanniter.

Die Unterbringung und Betreuung von Geflüchteten ist seit 2014 bereits ein wichtiger Arbeitsbereich der Johanniter. Wir haben umfangreiche Erfahrungen im Aufbau und Betrieb von Erstaufnahmeeinrichtungen, kommunalen Unterkünften und Unterkünften für unbegleitete minderjährige Geflüchtete.

  • So konnten wir über die letzten Monate mit rund 2.000 Einsatzkräften, meist ehrenamtliche Helferinnen und Helfern aus den lokalen Katastrophenschutz-Einheiten, mehr als 50 Notunterkünfte errichten.
  • Lagerhallen, Messen und Sportstätten wurden oft in nur wenigen Stunden umgebaut, um Kapazität für mehr als 10.000 Geflüchtete zu bieten. 35 dieser Einrichtungen werden dauerhaft von den Johannitern betrieben.
  • An rund 30 Standorten unterstützen wir beim Aufbau und Betrieb von temporären Betreuungsstellen, z. B. an Bahnhöfen. Hier werden die ankommenden Menschen von uns verpflegt, können ausruhen und werden medizinisch versorgt.
  • Aus Spendengeldern werden derzeit fast 60 Projekte in den Bereichen Kinderbetreuung, psychosoziale und psychologische Betreuung für traumatisierte Geflüchtete, niederschwellige Beratung und Betreuung, der Sprachvermittlung und Ehrenamtskoordination umgesetzt.

Unser Fokus im Inland liegt jetzt auf einer angemessenen längerfristigen Unterbringung sowie der nachhaltigen Betreuung und Integration der Familien – vor allem der Kinder, Frauen und älteren Menschen. Auch die Schaffung angemessener Unterkünfte für vulnerable Personen mit besonderen Betreuungsbedarfen ist ein Teil unserer Aktivitäten.

Eine Herausforderung sind jedoch die weiterhin hohen Corona-Zahlen in Deutschland. „Viele der jetzt Ankommenden haben keinen oder keinen ausreichenden Impfschutz gegen das Virus. Wir hoffen deshalb, möglichst vielen Ankommenden gute Impf- und Testangebote machen zu können“, so Anne Ernst.

Fragen und Antworten zum Einsatz der Johanniter