20.01.2026 | Ev. Krankenhaus Bethesda Mönchengladbach

Tag der offenen Tür zum Weltkrebstag am 4. Februar

Anlässlich des Weltkrebstags lädt das Evangelische Krankenhaus Bethesda am 4. Februar zu einem Tag der offenen Tür ein. Unter dem Motto “Qualität und Menschlichkeit in der Krebsbehandlung” erhalten Interessierte umfassende Einblicke in die Arbeit des von der Deutschen Krebsgesellschaft zertifizierten Onkologischen Zentrums im Bethesda-Krankenhaus. 

Besucherinnen und Besucher erwartet von 15 bis 18 Uhr ein abwechslungsreiches Programm mit informativen Vorträgen, moderner Medizintechnik zum Anfassen sowie zahlreichen Möglichkeiten zum persönlichen Austausch an Infoständen. Ein zentraler Programmpunkt widmet sich der Frage, was Krebs ist und wie er entsteht. Krebs entsteht, wenn körpereigene Zellen außer Kontrolle geraten und sich ungebremst teilen. Auslöser können Schäden im Erbgut sein – verursacht durch Zufall, Umweltfaktoren oder Lebensgewohnheiten. Mit der Zeit können sich Tumoren bilden, die gesundes Gewebe verdrängen oder sich im Körper ausbreiten. Dr. med. Christoph Sippel, Leiter des Onkologischen Zentrums im Bethesda Krankenhaus, erläutert anschaulich, wie dieser Prozess abläuft und warum die frühe Erkennung entscheidend für die Heilungschancen ist.

Ein weiterer Vortrag beleuchtet die HPV-Impfung und ihre Bedeutung in der Krebsprävention. PD Dr. med. Darius Salehin, Chefarzt der Klinik für Gynäkologie und Gynäkologische Onkologie, erklärt, vor welchen Erkrankungen die Impfung
gegen Humane Papillomviren schützt, für wen sie empfohlen wird und warum sie insbesondere für junge Menschen eine wichtige Rolle spielt. Zudem erfahren die Zuhörer, wie die Impfung zur langfristigen Gesundheitsvorsorge beitragen kann. 

Unter dem Titel „Vorsorge: Was Sie für sich selbst tun können“ zeigt Dr. med. Wilfried Chevreux, Chefarzt für Innere Medizin, Gastroenterologie und Infektiologie, wie ein gesunder Lebensstil das Krebsrisiko senken kann. Nichtrauchen,
Bewegung, ausgewogene Ernährung, maßvoller Alkoholkonsum und Sonnenschutz spielen dabei ebenso eine Rolle wie die regelmäßige Teilnahme an gesetzlichen Früherkennungsuntersuchungen.

Ein besonderer Fokus liegt auf dem Thema Darmkrebs. Diese Erkrankung entsteht häufig schleichend aus zunächst harmlosen Polypen, ist aber bei früher Diagnose gut behandelbar. PD Dr. med. Andreas Tittel, Chefarzt der Allgemeinen
und Viszeralchirurgie, gibt einen Überblick über moderne Therapieoptionen – von Operationen über medikamentöse Behandlungen bis hin zur Strahlentherapie. Vorgestellt werden auch minimalinvasive und roboterassistierte Operationsmethoden, etwa mit dem DaVinci-System.

Warum eine Operation allein oft nicht ausreicht, erklärt Prof. Dr. med. Oleg Gluz, Leiter des Brustzentrums Niederrhein. In seinem Vortrag zu modernen systemischen Krebstherapien beschreibt er die Wirkungsweise von Chemotherapie,
Antihormontherapie, Immuntherapie und zielgerichteten Medikamenten, die im ganzen Körper wirken und so die Chancen auf langfristige Kontrolle oder Heilung erhöhen.

Auch Bluterkrankungen stehen auf dem Programm. Dr. med. Matthias Floeth, Oberarzt der Klinik für Onkologie, Hämatologie und Palliativmedizin, spricht über gutartige und bösartige Erkrankungen des Blutes und erklärt, warum eine Stammzellspende für viele Betroffene die einzige Heilungschance darstellt.

Moderne Medizin hautnah erleben
Ein Highlight des Tages ist die Möglichkeit, das roboterassistierte DaVinci-Operationssystem live zu erleben. In interaktiven Demonstrationen erfahren Besucher, wie diese hochpräzise Technik eingesetzt wird und dürfen selbst ausprobieren, wie intuitiv sich das System steuern lässt. 

Austausch und Orientierung
Begleitet wird der Infotag von verschiedenen Netzwerk-Partnern des onkologischen Zentrums, z.B. der Frauenselbsthilfe Krebs, die betroffenen Frauen Austausch und Orientierung bietet. Selbsthilfegruppen sind ein unverzichtbarer
Bestandteil der ganzheitlichen Krebsbehandlung und stärken die emotionale und mentale Gesundheit der Patientinnen.

Angebot vor Ort: Registrierung als Stammzellspender
Zum Weltkrebstag wird zudem die Bedeutung von Solidarität und Engagement besonders sichtbar: Interessierte können sich direkt vor Ort mit Registrierungssets der DKMS als potenzielle Stammzellspenderinnen und -spender registrieren. Die Registrierung ist unkompliziert, dauert nur wenige Minuten und kann für an Blutkrebs erkrankte Menschen weltweit lebensrettend sein.

 

 

Genauere Informationen finden Sie im Flyer  zur Veranstaltung.