55.000 Euro für trauernde Kinder und Jugendliche
Kartei der Not unterstützt Lacrima Trauerbegleitung der Johanniter in Bayerisch Schwaben
spendenfinanzierte Angebote der Johanniter in Bayerisch Schwaben, Gabriela Becker, Leitung Lacrima Augsburg, Michael Rettenmaier, Mitglied des Regionalvorstandes der Johanniter in Bayerisch Schwaben, Oliver Jaschek, Geschäftsführer der Stiftung Kartei der Not, Brigitte Huss, Mitglied des Regionalvorstandes der Johanniter in Bayerisch Schwaben
Foto: Alexandra Mekiska
Trauernde Kinder und Jugendliche brauchen Menschen, die ihnen zuhören, sie verstehen und ihnen helfen, mit dem Verlust eines geliebten Menschen umzugehen. Damit sie in dieser schwierigen Lebensphase nicht allein bleiben, unterstützt die Stiftung Kartei der Not die Lacrima-Standorte der Johanniter in Bayerisch Schwaben mit insgesamt 55.000 Euro. In Augsburg, Kempten und Neu-Ulm werden mit Lacrima über 220 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene in 11 Trauergruppen begleitet.
Die offizielle Spendenübergabe fand am 19. Oktober in der Regionalgeschäftsstelle der Johanniter in Augsburg statt. Mit dabei waren Oliver Jaschek, Geschäftsführer der Stiftung Kartei der Not, Michael Rettenmaier und Brigitte Huss, Mitglieder des Regionalvorstandes der Johanniter in Bayerisch Schwaben, sowie Gabriela Becker, Leiterin von Lacrima Augsburg. Sie war bei der Übergabe stellvertretend für die Leitungen aller drei Standorte dabei.
Lacrima ist ein Angebot der Johanniter, das Heranwachsende stärkt, die früh einen geliebten Menschen durch den Tod verloren haben. In altersgerechten Gruppenstunden finden sie einen geschützten Raum, in dem sie ihre Trauer ausdrücken und über ihre Gefühle sprechen können. Kreative Aktivitäten, gemeinsames Spielen und der Austausch mit Gleichaltrigen helfen ihnen, mit dem Verlust umzugehen und zu erfahren, dass sie mit ihrer Trauer nicht allein sind. 65 Ehrenamtliche, die bei den Johannitern eine Ausbildung im Bereich der Trauerbegleitung absolviert haben, ermöglichen eine sehr individuelle Betreuung der Betroffenen.
„Es ist uns ein Anliegen, dass Kinder und Familien, die unverschuldet in eine schwierige Situation geraten, Hilfe finden. Kinder, die sehr früh Mutter oder Vater verlieren, brauchen Menschen, die ihnen zuhören, sie ernst nehmen und ihnen Raum für ihre Trauer geben.“, erklärt Oliver Jaschek, Geschäftsführer der Stiftung Kartei der Not. „Die Arbeit von Lacrima leistet einen wichtigen Beitrag, damit junge Menschen trotz des frühen Schicksalsschlags gesund aufwachsen können. Mit der Spende möchten wir die drei Standorte dabei unterstützen, das Angebot für Betroffene kostenfrei zu halten und weiter auszubauen.“
Mit dem Geld werden unter anderem Schulungen der ehrenamtlichen Mitarbeitenden, Spiel- und Bastelmaterial für die Gruppenstunden sowie Ausflüge, Workshops und Feiern für die betroffenen Kinder und Jugendlichen ermöglicht. So können die Angebote an den Bedürfnissen der jungen Menschen ausgerichtet und die Qualität der Begleitung gestärkt werden.
Brigitte Huss, Mitglied des Regionalvorstandes, unterstreicht die Bedeutung der Unterstützung: „Wir bedanken uns herzlich bei der Stiftung Kartei der Not für diese großzügige Spende. Die große Nachfrage nach unseren Angeboten zeigt, wie wichtig die Begleitung trauernder Kinder und Jugendlicher ist. Mit den 55.000 Euro können wir unsere Arbeit an den drei Standorten gezielt stärken und gleichzeitig schaffen wir zusätzliche Möglichkeiten, den Kindern und Jugendlichen durch gemeinsame Aktivitäten und kreative Angebote Halt und Gemeinschaft zu geben.“
Weitere Informationen zu Lacrima: www.johanniter.de/lacrima/bayerisch-schwaben