16.02.2026 | Regionalverband Oberfranken

Ehrenamtliche der Johanniter leisten 2025 mehr als 15.000 Stunden

Zahl der Einsätze in Rettungsdienst und Bevölkerungsschutz steigt im Vergleich zu 2025 – Über 4.000 Menschen in Erster Hilfe weitergebildet

Die Ehrenamtlichen im Bevölkerungsschutz üben regelmäßig für den Notfall wie hier bei einer bayernweiten Übung in Geretsried im Oktober 2025.
Nicht nur bei der Aufführung der Kitakinder sah man strahlende Gesichter am Tag der Einweihung des Gemeindezentrums Herrnsdorf im Frühjahr 2025.

Mit einem Wechsel an der Spitze starteten die oberfränkischen Johanniter in das vergangene Jahr: Zum 1. Januar übernahm Philipp Geus den Posten als hauptamtliches Mitglied im Regionalvorstand. Und auch sonst war 2025 für die oberfränkische Hilfsorganisation ereignisreich. Mit der Kinderinsel in Reckendorf feierte die älteste Johanniter-Kindertagesstätte in der Region ihr 10-jähriges Jubiläum. Einen Neubeginn gab es hingegen für die Kita Schlüsselau, die im April aus den Übergangscontainern in ihr neues Domizil im Dorfgemeinschaftshaus Herrnsdorf umzog und seitdem Kleine Entdecker heißt. 

Im Vergleich zu 2024 noch einmal gestiegen ist die Zahl der ehrenamtlichen Stunden, die im Bereich Bevölkerungsschutz geleistet wurden: Sie stieg von 10.500 auf 15.070, die 2025 zum Beispiel bei rund 160 Sanitätsdiensten, aber auch im Bereich der Psychosozialen Notfallversorgung, bei Einsätzen der Motorradstaffel oder als Helfer vor Ort geleistet wurden. 

Auch der Rettungsdienst wurde wieder stark gefordert: Alleine in diesem Bereich wurden fast 198.000 km Kilometer zurückgelegt, um Menschen zu helfen. Noch einmal 24.000 mehr als im Vorjahr. Hinter der Kilometerzahl stecken über 4.500 Einsätze des Notarzteinsatzfahrzeuges sowie der Rettungs- und Krankentransportwagen von der Rettungswache Schlüsselfeld aus. Über 8.550 Stunden war das Team der Sozialstation Schlüsselfeld im Einsatz, um pflegebedürftigen Menschen zu helfen. 

Weiterhin auf Wachstumskurs ist auch das Projekt Lacrima: Hier betreuten 2025 26 Ehrenamtliche 44 Kinder und Jugendliche aus ganz Oberfranken auf ihrem Weg durch die Trauer und leisten damit eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe.

Fest etabliert ist inzwischen auch der Johanniter-eigene ehrenamtliche Hausnotruf-Einsatzdienst, der rund um die Uhr bereitsteht: Der Einsatzdienst Bamberg rückte über 200 Mal aus, der Bayreuther Dienst über 100 Mal, um älteren oder gesundheitlich beeinträchtigten Menschen zu helfen. Im laufenden Jahr steht nun auch ein Einsatzdienst in Coburg bereit. 

Auch die anderen Dienste der oberfränkischen Johanniter waren gut ausgelastet: Fast 4.400 Teilnehmer ließen sich in Erster Hilfe sowie Brandschutz ausbilden. Über 9.500 Fahrgäste wurden im Patientenfahrdienst zu Ärzten, in Kliniken oder zur Reha gefahren. Dazu kommen 45.000 Schulkinder- und Behindertentransporte zu Tageseinrichtungen wie Förderschulen oder Werkstätten. 

„Das sind stolze Zahlen, auf die wir in 2025 zurückblicken können. Viel wichtiger sind aber die Menschen, die dahinterstecken – sowohl auf Seiten unserer Mitarbeitenden, die sich engagiert für andere einsetzen, als auch auf Seiten der Kunden und Patienten, die auf unsere Hilfe vertrauen können“, resümiert Philipp Geus das zurückliegende Jahr.