17.02.2026 | Regionalverband Oberfranken

Hausnotruf bietet Sicherheit und Unabhängigkeit

Tipps zur Auswahl des richtigen Systems - Testmöglichkeit bei den Johannitern von 23. Februar bis 5. April

Mit einem Kombinotruf kann man auch unterwegs Hilfe auf Knopfdruck holen.

Gerade wenn die Gesundheit nicht mehr wie früher mitspielt, ist es wichtig, sich im Alltag sicher zu fühlen und selbstständig bleiben zu können. Ein Hausnotruf kann helfen, in kritischen Situationen rasch Unterstützung zu rufen. Das entlastet auch Angehörige, weil sie wissen, dass im Notfall verlässlich Hilfe organisiert wird.

Darauf kommt es bei der Gerätewahl an

Das Angebot auf dem Markt der Hausnotrufsysteme wird immer unübersichtlicher, Hausnotruf Experte Heiko Rödel von den oberfränkischen Johannitern gibt Tipps, wie man das passende System und den besten Anbieter findet: „Um den optimalen Hausnotruf auszuwählen, lohnt sich zunächst der Blick auf den Alltag. Wer sich überwiegend zu Hause aufhält, ist mit einem klassischen Hausnotruf gut beraten: Basisstation und Notrufknopf reichen aus, um in den eigenen vier Wänden oder im Garten schnell Hilfe zu rufen“, so Heiko Rödel. „Achten Sie dabei besonders auf die Robustheit und Alltagstauglichkeit des Geräts. Ein Notrufknopf sollte stoßfest sein und vor allem wasserfest, damit er auch beim Duschen getragen werden kann – denn gerade dort passieren viele Stürze. Ein Gerät, das zum Duschen abgelegt werden muss, schützt im entscheidenden Moment nicht.“

Wer regelmäßig unterwegs ist, sollte ein Kombigerät in Betracht ziehen, das zu Hause und mobil funktioniert. „Diese Systeme bieten eine Ortungsfunktion, sodass im Notfall auch außerhalb der Wohnung schneller gefunden werden kann“, so Rödel. Und auch hier gilt: Robustheit ist kein Extra, sondern Voraussetzung. Das Gerät sollte so konzipiert sein, dass es beim Spazierengehen, Einkaufen oder im Garten problemlos getragen werden kann, ohne empfindlich zu sein. „Wichtig ist, dass ein Hausnotruf unkompliziert funktioniert, und mit nur einem Knopfdruck ausgelöst werden kann – selbst, wenn einem schwindlig ist,“ rät der Experte. Zusätzliche Sicherheit bietet die Kombination mit Zusatzgeräten wie Rauchmeldern. „Solche Erweiterungen können helfen, Gefahren früh zu erkennen und automatisch Alarm auszulösen, selbst wenn die betroffene Person nicht mehr aktiv drücken kann,“ so Rödel. 

Entscheidende Punkte, die vorab geklärt sein sollten

Um den richtigen Anbieter auszuwählen, sollte man aus Sicht des Experten vor Bestellung oder Beauftragung nach einigen entscheidenden Details fragen:

  • Rund um die Uhr erreichbare Notrufzentrale
    Achten Sie darauf, dass das Hausnotruf-System stets mit einer rund um die Uhr erreichbaren Notrufzentrale verbunden ist, in der medizinisch geschultes Personal die Notrufe annimmt. Bei einem guten Hausnotrufanbieter sind alle Kunden bekannt – wenn nötig mit medizinischer Vorgeschichte. Nur so ist im Ernstfall sichergestellt, dass sofort die richtigen Maßnahmen eingeleitet werden.
  • Kurze Anfahrtswege und Einsatzdienst mit medizinischem Personal
    Ein weiterer wichtiger Qualitätsindikator ist die Reaktionszeit. Gute Anbieter verfügen über einen eigenen Einsatzdienst mit medizinischem Personal. Dort kann ein Schlüssel hinterlegt werden, damit im Notfall direkt geholfen werden kann. Fragen Sie unbedingt nach, wo der Einsatzdienst stationiert ist – so lässt sich die Fahrzeit besser einschätzen. Betreibt ein Anbieter keinen eigenen Einsatzdienst, muss im Ernstfall oft die Feuerwehr die Türe aufbrechen – unter Umständen auch bei einem Fehlalarm.
  • Vorsicht vor versteckten Zusatzkosten
    Ebenso entscheidend: keine versteckten Kosten. Achten Sie darauf, dass im monatlichen Preis alle Leistungen enthalten sind und keine zusätzlichen Gebühren entstehen – etwa ab einer bestimmten Anzahl von Alarmen pro Jahr. Und schließlich gilt: Flexibilität schafft Vertrauen. Ein Hausnotruf sollte ohne Mindestlaufzeit nutzbar sein und sich monatlich kündigen lassen, denn Lebenssituationen können sich kurzfristig ändern.

Zum Ausprobieren kann ein Test sinnvoll sein, gerade, um zu prüfen, ob Handhabung, Tragekomfort und Abläufe im Alltag wirklich passen. Bei den Johannitern in Oberfranken ist das im Rahmen der Sicherheitswochen möglich: Wer sich zwischen dem 23. Februar und dem 5. April 2026 meldet, kann den Johanniter-Hausnotruf vier Wochen lang kostenlos testen, ohne Anschlussgebühr. Weiter Informationen gibt es unter der Servicenummer 0800 0 191414 (gebührenfrei) und www.johanniter.de/hausnotruf.