Gemeinsam für das Erinnern
Hilfsorganisationen begleiten Stolperstein-Verlegung in Würzburg
In Würzburg wurden neue Stolpersteine verlegt. Sie erinnern an Menschen, die während der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt, deportiert und ermordet wurden. Die im Gehweg eingelassenen Steine holen ihre Namen zurück an die Orte, an denen sie einst lebten. Die Verlegung führte durch mehrere Stationen im Stadtgebiet, darunter den Sanderring, die Uhlandstraße, die Karmelitenstraße, die Bronnbacher Gasse, die Marktgasse und die Paradiesstraße.
Die drei Würzburger Hilfsorganisationen Johanniter-Unfall-Hilfe, Bayerisches Rotes Kreuz und Malteser Hilfsdienst unterstützten die Verlegung und setzten sich gemeinsam für ein würdiges Erinnern ein. Darüber hinaus übernehmen die Organisationen Patenschaften für insgesamt drei der neu verlegten Stolpersteine und tragen damit langfristig zur Pflege und zum Erhalt der Erinnerung bei. Die Steine erinnern an Klara Hettich, Karl Strauß und Valentin Schürger. Menschen, die im Nationalsozialismus aufgrund von Ausgrenzung und Stigmatisierung verfolgt und ermordet wurden. Ihr Schicksal macht deutlich, wie wichtig es ist, gerade denjenigen beizustehen, die am Rand der Gesellschaft stehen. Ein Anspruch, der bis heute das Handeln der Hilfsorganisationen prägt.
„Als Hilfsorganisation stehen wir für Menschlichkeit und Nächstenliebe. Die Stolpersteine erinnern uns daran, wie wichtig es ist, diese Werte jeden Tag zu leben“, sagt Uwe Kinstle, Mitglied des Regionalvorstandes der Johanniter in Unterfranken.
„Jeder Stolperstein steht für ein individuelles Menschenschicksal. Die Erinnerung daran ist für uns nicht nur Rückblick, sondern Auftrag für die Gegenwart“, erklärt Joachim Gold, ehrenamtlicher Sadtbeauftragter der Malteser in Würzburg und Rosa Behon, 1. stellvertretende Vorsitzende des BRK-Kreisverbandes Würzburg ergänzt: „Erinnerung darf nicht verblassen. Sie ist die Grundlage dafür, dass wir heute Verantwortung übernehmen.“