13.03.2026 | Regionalverband Unterfranken

Wenn jede Minute zählt

Öffentlich zugänglicher Defibrillator an Johanniter-Dienststelle in Würzburg installiert

Bildunterschrift: Mike Löffler von der Auto Löffler GmbH und Regionalleiter Thomas Witzel neben dem AED-Gerät an der Johanniter-Dienststelle Würzburg
Bildnachweis: Melissa George/ Johanniter

Mehr Sicherheit im Notfall: An der Johanniter-Dienststelle in Würzburg steht ab sofort ein Automatisierter Externer Defibrillator (AED) zur Verfügung. Das Gerät ist gut sichtbar an der Hauswand in der Waltherstraße 7 im Stadtteil Frauenland angebracht und rund um die Uhr öffentlich zugänglich. Ermöglicht wurde die Anschaffung durch die Unterstützung von Mike Löffler der Auto Löffler GmbH in Würzburg. 

„Ein Defibrillator kann im Ernstfall den entscheidenden Unterschied machen“, betont Simeon Wohlleber, Sachgebietsleiter Bildung der Johanniter in Unterfranken. „Mit dem neuen AED steht nun rund um die Uhr ein Gerät zur Verfügung, das von jeder Person im Notfall genutzt werden kann.“

Jede Minute zählt

Bei einem plötzlichen Herz-Kreislauf-Stillstand kommt es auf schnelles Handeln an. Bereits nach wenigen Minuten ohne Sauerstoffversorgung drohen schwere Schäden oder der Tod. „Gerade bei Kammerflimmern kann ein früh eingesetzter Defibrillator dem Herzen helfen, wieder in einen normalen Rhythmus zu finden“, erklärt Wohlleber. „Die Überlebenschancen sinken mit jeder Minute ohne Hilfe um etwa zehn Prozent.“

Automatisierte Externe Defibrillatoren sind deshalb zunehmend an öffentlichen Orten zu finden. Sie sind so konzipiert, dass auch medizinische Laien sie sicher anwenden können. „Die größte Hürde ist oft die Angst, etwas falsch zu machen – dabei ist das praktisch ausgeschlossen“, so Wohlleber.

Einfache Anwendung für jedermann

Ein AED führt die Helfenden Schritt für Schritt durch die Notsituation. Nach dem Einschalten gibt das Gerät klare Sprachanweisungen. „Der Defibrillator analysiert selbstständig den Herzrhythmus und entscheidet, ob ein Stromimpuls notwendig ist“, erläutert Simeon Wohlleber. „Ein Schock kann nur ausgelöst werden, wenn er medizinisch sinnvoll ist. Das Gerät schützt damit sowohl die betroffene Person als auch den Ersthelfer.“

Die Anwendung erfolgt in wenigen Schritten:

  • Gerät einschalten und den Sprachanweisungen folgen
  • Oberkörper der betroffenen Person freimachen
  • Elektroden wie abgebildet auf den Brustkorb kleben
  • Während der Analyse die Person nicht berühren
  • Erst nach der Ansage des Gerätes die Herz-Lungen-Wiederbelebung fortfahren
  • Nach zwei Minuten prüft das Gerät erneut die Herzaktivität und gibt weitere Anweisungen

„Wichtig ist: Auch mit einem Defibrillator bleibt die Herzdruckmassage die zentrale Maßnahme. Die Herzdruckmassage muss also solange fortgeführt werden, bis das Gerät entsprechende Anweisungen gibt“, betont Wohlleber. „Der AED unterstützt dabei, ersetzt sie aber nicht.“

Wissen schafft Sicherheit

Um im Notfall richtig reagieren zu können, empfehlen die Johanniter regelmäßige Erste-Hilfe-Schulungen. „Wer den Umgang mit einem Defibrillator schon einmal geübt hat, handelt im Ernstfall deutlich sicherer“, sagt Wohlleber. „Deshalb ist der AED fester Bestandteil unserer Erste-Hilfe-Kurse.“

Mit der Installation des Defibrillators an der Würzburger Dienststelle setzen die Johanniter gemeinsam mit Mike Löffler des Autohaus Löffler ein sichtbares Zeichen für Prävention, Engagement und gelebte Verantwortung, denn Leben retten geht uns alle an.