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14.10.2026 | Dienststelle Ortsverband Stedingen

Die besten Rettenden des Landes arbeiten auf dem Wasser

Offshore-Abteilung der Johanniter Stedingen gewinnt Rettungsdienst-Wettkampf Rescue Challenge 2026

(Von links) Marius Manske, Jan-Eric Bartels, Carolin Gollmer, Vincent Weber, Verena Frommer, Liam Vieten, Max-Josef Balles und Samuel Eilfort.
Foto: Jan-Eric Bartels/Johanniter

Sie geben jeden Tag alles auf dem Wasser und sind nun offiziell die besten Rettenden an Land: Zwei Teams des Fachbereichs Offshore Rettung der Johanniter-Unfall-Hilfe, Ortsverband Stedingen haben es bei der Rescue Challenge auf dem Gelände des Flughafens Siegerland bis aufs Siegertreppchen geschafft. Carolin Gollmer, Marius Manske, Jan-Eric Bartels und Samuel Eilfort holten den dritten Platz. Liam Vieten, Max-Josef Balles, Verena Frommer und Vincent Weber (beide extern) holten den Sieg. Platz zwei ging an ein Team von Notärzten aus Österreich. „Nach den ersten Stationen haben wir entdeckt, dass die bis dahin erreichten Punkte auf einer Anzeigentafel einsehbar waren. Da haben wir erstmals realisiert, wie gut beide Teams tatsächlich im Wettbewerb lagen und natürlich hat uns in diesem Moment auch der Ehrgeiz gepackt. Ab der Mittagspause wurden keine Zwischenstände mehr angezeigt. Dadurch wussten wir bis zur Siegerehrung tatsächlich nicht, wo wir am Ende gelandet waren. Dass wir dann mit beiden Teams gemeinsam auf dem Siegertreppchen standen, haben wir nicht kommen sehen. Entsprechend groß waren die Überraschung und die Freude über den ersten und dritten Platz“, berichtet Carolin Gollmer, Teamleitung Offshore Projekte. Dass sich die Teams so gut schlugen, liegt an den verschiedenen vereinten Fähigkeiten, erklärt Gollmer: „Wir hatten Lust auf die Herausforderung und sind die einzelnen Szenarien möglichst ruhig und strukturiert angegangen. Dazu kamen sehr unterschiedliche berufliche Erfahrungen und fachliche Interessensfelder. Jeder von uns ist auf einem anderen Gebiet ein kleiner Nerd.“ Weitere Zutaten für das Erfolgsrezept sind Spaß, gute Kommunikation und die Fähigkeit, Entscheidungen zu treffen – eine Eigenschaft, die bei der Offshore Rettung entscheidend ist, da die Einsatzkräfte oft auf sich allein gestellt sind.

2025 machte ein Teammitglied auf den Wettkampf aufmerksam, der dieses Jahr erstmalig stattfand. Die Resonanz bei den Offshore-Kräften war so groß, dass gleich zwei Teams entsandt wurden. „Für uns war die Rescue Challenge vor allem eine Gelegenheit, als dezentral aufgestelltes Team gemeinsam an einem Event teilzunehmen und unsere Fähigkeiten einmal außerhalb unseres gewohnten Arbeitsumfeldes unter Beweis zu stellen“, sagt Gollmer. So wurde der Wettkampf auch zu einer Teambuilding-Maßnahme: „Gerade im Bereich Offshore Projekte arbeiten unsere Mitarbeitenden im Einsatz häufig eigenständig und räumlich weit voneinander entfernt. Auch zwischen den Bereichen Luftrettung und Offshore Projekte gibt es im Arbeitsalltag nur seltene Berührungspunkte. Wir sehen uns beispielsweise bei Einsätzen, gemeinsamen Fortbildungen oder in unseren Dienstwohnungen vor dem Crewchange. Umso wertvoller war es, bei der Challenge gemeinsam als Team zu agieren, voneinander zu lernen und die unterschiedlichen Erfahrungen aus beiden Bereichen zusammenzubringen“, sagt sie.

Bei der ersten Rescue Challenge am 12. September maßen sich 25 Vierer-Teams aus Rettungssanitätern, Notfallsanitätern und Notärzten von Einsatzorganisation, wie Rettungsdienst, Feuerwehr, Hilfsorganisationen, Bundeswehr, Polizei und Zoll aus Deutschland, Österreich und der Schweiz am Flughafen Siegerland. Ausrichter war die DBRD Akademie GmbH (Deutscher Berufsverband Rettungsdienst e.V.).  An acht Stationen zeigten die Teams ihr Können. Dabei wurden sowohl theoretisches Wissen als auch die praktische Versorgung in realitätsnahen notfallmedizinischen Szenarien geprüft. Zu den Aufgaben gehörten beispielsweise eine Reanimationssituation, ein internistisches Szenario, verschiedene traumatologische Fallbeispiele und Skillstationen.