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08.06.2026 | Dienststelle Ortsverband Wilhelmshaven

Einfarbig oder gemischt?

Johanniter beim Blaulichttag in Wilhelmshaven

„Einfarbig oder gemischt?“ Die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer des Ortsverbandes Wilhelmshaven wird diese Frage noch eine Weile verfolgen, so oft wie sie sie am Wochenende wiederholen mussten. Denn der Stand der Johanniter beim Blaulichttag Wilhelmshaven war während der gesamten Dauer der Veranstaltung dicht umlagert. Viele wollten ein Slush-Eis haben – einfarbig rot oder blau oder doch lieber gemischt? – oder ein leckeres frisch gebackenes Crêpes mit süßem Inhalt. Ganz nebenbei versorgten die Johanniter die Kolleginnen und Kollegen der anderen Hilfsorganisationen mit kalten Getränken. Dafür hatten sich die Wilhelmshavener den Kühlanhänger vom Ortsverband Jeverland geliehen. Doch auch abseits von Slush-Eis und Crêpes legten die Helferinnen und Helfer rund um Gruppenführer Dominik Lübben einen tollen Auftritt hin. 

Andere hingegen waren nicht da. Sehr zur Enttäuschung des THW, das den Blaulichttag Wilhelmshaven organisiert, hatten zuvor kurzfristig einige Organisationen abgesagt, darunter das DRK und die Feuerwehr. Zum Glück sprangen die Johanniter mit ihrem umfangreichen Fuhrpark und ihrer engagierten Helferschaft ein und präsentierten einen abwechslungsreichen, attraktiven Stand. Den Anfang der rund 80 Meter Frontseite machte der Gerätewagen Sanität, Teil der Medical Task Force 6 (MTF 6). Daneben hatten die Johanniter ein Behandlungszelt mit roten, gelben und grünen Plätzen aufgebaut. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher waren erstaunt über die umfangreiche medizinische Ausrüstung, die mobil von den Johannitern eingesetzt werden kann. Der eine oder die andere ließen sich sogar ein EKG schreiben. Wo sie schon mal da waren.

Ein Hingucker war der geländegängige Krankentransportwagen (KTW Typ B ZS), der den Wilhelmshavener Johannitern vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe über das Land Niedersachsen zur Verfügung gestellt wurde. Die Niedersächsische Innenministerin Daniela Behrens hatte das Fahrzeug persönlich an Lübben und Luisa Huth übergeben. Mit Platz für zwei Tragen, Allradantrieb, Schlechtwegefahrwerk und weiteren besonderen Ausstattungsmerkmalen ist der KTW für den Einsatz in unwegsamem Gelände und bei beschädigter oder zerstörter Infrastruktur möglich. Die PSNV-Gruppe zeigte ihr neues Fahrzeug, in denen die Helfenden zum Einsatzort fahren, in denen aber auch in einem geschützten Raum vertrauliche Gespräche geführt werden können. Der Fahrdienst präsentierte einen Sprinter mit Hebebühne und großzügigem Innenraum, mit denen auch Rollstuhlfahrende bequem mitfahren können. Großen Eindruck hinterließ zudem der Anhänger der ehrenamtlichen Helferschaft. Der wurde jüngst ganz neu beklebt und wirbt seitdem bunt und auffällig in der Jadestadt für ehrenamtliches Engagement.