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07.09.2026 | Dienststelle Ortsverband Wiesmoor

Lückenlos warnen im Notfall

Landkreis Aurich übergibt Durchsage- und Warneinheiten an Hilfsorganisationen – Ortsverband Wiesmoor übernimmt Führung

„Einen Text ausprobieren, den aufnehmen und dann gegebenenfalls ablaufen lassen!“ Immer wieder hallt dieser Satz durch die Feuertechnische Zentrale Georgsheil (FTZ). Eingesprochen von einem Kollegen der DLRG aus dem Landkreis Aurich, der die Mitglieder der anderen im Landkreis ansässigen Hilfsorganisationen auf die neuen Durchsage- und Warneinheiten eingewiesen hat. Der Satz war ein Beispiel für genau das, was Inhalt war: mit den Geräten ist es möglich, Sätze einzusprechen und in Dauerschleife wiederholen zu lassen, ohne den Satz immer wieder neu aufsagen zu müssen. Insgesamt 13 dieser Durchsage- und Warnheiten hat der Landkreis Aurich jetzt den beteiligten Hilfsorganisationen überheben. Neben den Johanniter sind das die Kreisverbände Aurich und Norden des DRK, die DLRG, das THW und die Malteser. Von den Johannitern hat der Ortsverband Aurich eine Einheit übernommen, der Ortsverband Wiesmoor stellt die Führungsgruppe, die zukünftig die zehn auf dem Festland stationierten Einheiten führen wird. Landrat Olaf Meinen ernannte zu diesem Zweck Marcel Planteur von den Wiesmoorer Johannitern zum Zugführer und übergab ein Fahrzeug. Die drei anderen Einheiten werden auf den Inseln Baltrum, Juist und Norderney stationiert.

„Wir haben lange gedacht, hier passiert nichts schlimmes“, sagte Meinen. Dabei liege die Region wie auf dem Präsentierteller. „Wir haben die Häfen in Emden, Norddeich und Wilhelmshaven, wir haben in Wittmund den modernsten NATO-Flughafen, wir haben die Kavernen, in denen Gas gespeichert ist“, sagte der Landrat. Zuletzt habe es immer wieder Anschläge auf die Infrastruktur gegeben, und auch Ziele in der Region könnten getroffen werden. „Ich hätte mir das nicht vorstellen können, dass wir wieder in so eine Lage kommen.“ Auch Naturkastrophen wie Überschwemmungen sind wieder realistische Szenarien geworden. Damit der Landkreis gut vorbereitet ist und die Menschen im Notfall möglichst lückenlos warnen und informieren kann, wurden die Durchsage- und Warneinheiten extra umfassend ausgestattet. Das Land Niedersachsen hat für den Landkreis Aurich nur drei Geräte vorgesehen und auch bezahlt. Den Rest trägt der Landkreis. „Wir sind der Auffassung, dass aufgrund unserer Größe drei Geräte zu wenig sind“, sagte Meinen und bedankte sich ausdrücklich bei den Hilfsorganisationen, dass sie ehrenamtlich den Betrieb der Einheiten übernehmen. 

„Wir machen das alle gemeinsam, um unsere Bevölkerung optimal schützen zu können.“ Das Prinzip des Ehrenamtes im Katastrophenschutz habe sich bewährt, betonte er. 97 Prozent aller Aktiven im Katastrophenschutz seien ehrenamtlich engagiert. Die Führungsgruppe der Wiesmoorer Johanniter kann zukünftig von der Dienststelle in Großefehn aus die Warneinheiten führen, aber ist auch mobil einsatzbereit. Alle Materialien sind auf Rollen verlastet und können in kürzester Zeit verladen werden. „Eigentlich können wir von überall aus arbeiten“, sagt Marcel Planteur. 

Durchsage- und Warneinheiten

Der korrekte Name ist Durchsage- und Warndiensttrupp (DuWaTr) nach der KatS-StAN DV 891 und besteht aus einem Einsatzfahrzeug mit mobiler Durchsage- und Warnanlage (DuWaA), einem/einer Truppführer/in, einem/einer DuWaA-Operator/in und einem/einer Kraftfahrer/in. Mehr hier: www.nlbk.niedersachsen.de/download/201558